Gastbeitrag
Wohnungsbau ja – aber bitte nicht bei mir

Wohnraum ist knapp, die Mieten schießen in die Höhe, Kaufpreise steigen: Dennoch verwehren sich viele Großstädter der Idee, freie Flächen in den Innenstädten zu bebauen. Die Politik müsste die Bürger besser informieren.
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Wohnraum wird immer knapper, Wohnungsmieten und -kaufpreise steigen, die Wohnungssuche in der Stadt wird zur Odyssee – doch bei dem Vorschlag, auf einem kleinen Teilstück einer 300 Hektar großen Rasenfläche in der Innenstadt Wohnungen zu bauen, gehen die Bürger auf die Barrikaden. Unvorstellbar? Nicht in Berlin.

Am 25. Mai entschieden die Hauptstädter in einem Volksbegehren über die Zukunft des Tempelhofer Feldes. Der Berliner Senat wollte auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof eine neue Bibliothek sowie Wohnungen und Gewerbeflächen errichten lassen. Eine Bürgerinitiative trat mit einem Gesetzentwurf dagegen an. Er sieht vor, das Feld in seiner jetzigen Form zu belassen – mit Erfolg. Knapp 65 Prozent der Berliner sprachen sich dagegen aus, das Tempelhofer Feld auch nur teilweise zu bebauen.

Das Ergebnis des Volksentscheids bildet eine Denkweise ab, die bei den Bewohnern der deutschen Großstädte auf dem Vormarsch zu sein scheint: Wir brauchen neue Wohnungen – aber nicht vor meiner Haustür. Die meisten Bewohner Berlins, Münchens und Hamburgs sprechen sich zwar theoretisch dafür aus, dass mehr Wohnungen gebaut werden sollen, um den Wohnungsmarkt zu entlasten. Wenn es aber darum geht, dass Grünflächen verschwinden und das Stadtbild verändert werden soll – wie es bei Großprojekten nun einmal der Fall ist – ist es mit der Zustimmung nicht mehr weit her.

Dabei ist es durchaus nachvollziehbar, dass die Menschen ihre Städte, so wie sie sie kennen, bewahren möchten. Historisch gewachsene Stadtbilder und grüne Ruheoasen müssen erhalten bleiben. Das Problem dabei: Unter einem angespannten Wohnungsmarkt leiden in erster Linie die Zuzügler. Da diese noch nicht in der jeweiligen Stadt leben, können sie an Volksentscheiden oder Befragungen nicht teilnehmen. Die Menschen, die sich einbringen, haben bereits eine Wohnung in Berlin, Hamburg oder München und damit komplett andere Interessen als Neu-Bürger der jeweiligen Metropole.

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Kommentare zu " Gastbeitrag: Wohnungsbau ja – aber bitte nicht bei mir"

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  • Seltsam, geht es um billige Wohnungen für Deutsche, ist jeder dagegen. Will man Wonhungen für Islamisten, kriminelle Ausländer, Bürgerkrieger, Sozialschmarotzer usw., ist man dafür, Was ist mit den deutschen Obdachlosen? Kein Politiker hilft denen, aber dafür voller Einsatz, Hotelkosten usw. für ausländische Erpresser, die arbeitsscheu sind und ihre Schleusungen bezahlten, setzt sich jeder Politiekr ein. Sogar der berliner Polizeipräsident unterstützt diese, indem er rechtsfreie Räume für diese Personen schafft. Einsatz gegen Großfamilien, so die Medien unterbleiben. Die Verteidiger sind meist unsere gewählten Politiker, die sich angeblich um Deutschland kümmern.

  • Doch doch. Bitte bei mir. Aber dazu müssen und sollen keine freien Flächen versiegelt werden. Es würde völlig ausreichen, die Bebauungspläne so zu ändern, dass vorhandene und eh geplante Wohnhäuser aufgestockt werden dürfen. Derzeit gibt es sehr viele Hausbesitzer, die gern ausbauen würden aber nicht dürfen.

  • "Die Politik müsste die Bürger besser informieren" Ja ja ja, wir sind auch beim Euro, bei der EU Erweiterung bei all den Themen, die wie ein Füllhorn über uns ausgeschüttet wurden NICHT INFORMIERT worden. Wir leben praktisch im Kaiserreich von 1870.

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