Günstige Preise
Luxusvillen auf Bali für jedermann

Bali ist nicht nur ein beliebtes Ferienziel mit pittoresken Landschaften, exotischer Kultur und vibrierendem Nachtleben. Hier ist Top-Luxus noch für vergleichsweise kleines Geld zu haben. Die Götterinsel lockt Ausländer mit günstigen Preisen und westlichem Lebensstandard. Der Markt wird zurzeit gestürmt wie ein Kaufhaus beim Ausverkauf.

BALI. Von seiner 350-Quadratmeter-Villa in mediterranen Rot- und Beigetönen hat Bernhard Körtling das, was man einen "Million-Dollar-View" nennt: Von der Terrasse mit edlen Teakholz-Möbeln schweift der Blick über manikürten Rasen und einen randlosen Swimmingpool hinunter zu den kargen Klippen, wo sich der azurblaue Ozean im Dunst verliert. Doch der Baupreis für Körtlings "Canang Sari Villa" in Balis aufstrebender Bukit-Region - eine von vier, die er an Touristen vermietet -, lag um einiges unter dieser magischen Grenze.

Die Götterinsel Bali ist nicht nur ein beliebtes Ferienziel mit pittoresken Landschaften, exotischer Kultur und vibrierendem Nachtleben. Hier ist Top-Luxus noch für vergleichsweise kleines Geld zu haben. "Man kann sich hier einen Lebensstil leisten, für den man in Europa ein Vermögen bezahlen würde", sagt Körtling, ein 53-jähriger Deutscher, der mit einer Balinesin verheiratet ist und seit 1980 auf Bali lebt. Die Landpreise sind erschwinglich, Baukosten und Arbeitskräfte günstig, so dass man seine kühnsten Träume von der Tropenresidenz mit Firstclass-Service schon für wenige hunderttausend Euro verwirklichen kann.

Der Markt wird zurzeit gestürmt wie ein Kaufhaus beim Ausverkauf. "Wir haben nicht genug Produkte", sagt Matthew Georgeson von Elite Havens, Bauunternehmen und Immobilienmakler für den Luxusbereich. "Es gibt ein regelrechtes Gerangel um Land." Die Preise steigen rasant: "20 Prozent Wertsteigerung pro Jahr sind derzeit normal, mit Meerblick sogar 50 bis 100 Prozent", sagt Dominique Gallmann, Schweizer Mitbegründer der Maklerfirma Exotiq Real Estate. Eine erstklassige Klippenresidenz auf dem Bukit, einer trockenen Halbinsel südlich vom Flughafen, erzielte vor einem Jahr 2,5 Mio. Dollar. Unlängst wurde sie für sagenhafte vier Mio. Dollar weiterverkauft. An den besten Lagen wie der trendigen Amüsiergegend von Seminyak haben sich die Landpreise seit 2000 versechs- oder gar verzehnfacht - von 70 auf bis zu 350 Dollar pro Quadratmeter (qm). Damit nähert sich Bali langsam vergleichbaren Destinationen wie Phuket in Thailand an.

Der Villen-Bauboom ist seit Anfang der 1990er Jahre ungebrochen. Vom charmanten Bungalow ab 50 000 Dollar bis zum pompösen Multimillionen-Anwesen ist alles erhältlich. Zum Beispiel der "Padi Estate", angeboten von Exotiq Real Estates: Eine moderne, tropisch offene Villa auf 650 qm Land im ländlichen Canggu, nur 20 Minuten vom Trubel Seminyaks entfernt. Kostenpunkt: bescheidene 245 000 Dollar. "Bali ist ein Käuferparadies", sagt Gallmann.

Weder die Bombenanschläge von 2002 und 2005, bei denen mehr als 200 Menschen starben, noch die Sars-Krankheit oder die jüngste Immobilienkrise konnten dem boomenden Grundstückmarkt der Götterinsel etwas anhaben. "Die Häuserpreise haben sich innert eines Jahres erholt", sagt Gallmann. "Niemand hat Geld verloren." Im Gegenteil: Anlagenrenditen von sechs Prozent und mehr sind üblich, teure Residenzen bringen drei bis 3,5 Prozent.

Doch die Aussicht auf die preiswerte Villa birgt Risiken. Unter den zahlreichen Grundstücksfirmen gibt es schwarze Schafe, die etwa Villen auf Land verkaufen, das sie gar nicht besitzen. "Käufer sollten nicht an der Beratung sparen", rät daher Makler Gallmann. Die Landtitel sind der häufigste Fallstrick, da Ausländer in Indonesien keinen Grund und Boden besitzen dürfen. Meist wird der Kauf über einen Strohmann, einem so genannten Nominee, abgewickelt; der Ausländer erhält nur das alleinige Nutzungsrecht. "Der Nominee muss absolut vertrauenswürdig sein", sagt die balinesisch-schweizerische Anwältin Ni Nyoman Ayuni-Suter, die auf Landtransaktionen spezialisiert ist. "Ich bin immer wieder erstaunt, wie leichtgläubig viele Leute sind."

Alle Käufe auf Bali werden in Bar abgewickelt, Bankkredite gibt es nicht; darum konnte die US-Immobilienkrise dem Bali-Markt nichts anhaben. Derzeit wird ein neues Gesetz ausgearbeitet, das die Pachtfristen verlängert und Investitionen absichert. Damit dürfte Bali zur attraktivsten Immobilien-Destination in ganz Südostasien werden.

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