Immobilien
Mieter verzweifelt gesucht

Der Europäischen Zentralbank (EZB) und IBM sei Dank: Mit ihrer Großanmietung von 23 000 Quadratmetern (qm) bzw. 36 000 qm Büroraum erlösten sie den Frankfurter Büroimmobilienmarkt aus tiefster Depression.

wik DÜSSELDORF. Nachdem zwischen Januar und März gerade 70 000 qm Fläche vermietet wurden, melden die großen Maklerhäuser für das zweite Quartal zwischen 130 000 und 190 000 qm Flächenabsatz - je nachdem, wie der Frankfurter Markt geographisch abgegrenzt wird. In der optimistischsten Variante ist das ein Plus von 2,8 Prozent. Ein schwacher Trost angesichts des auf 1,25 Mill. qm verdoppelten Leerstands der zusammen mit 420 000 qm Bürofläche im Bau das Mietniveau weiter drückt.

Tief im Süden ein ähnlich trübes Bild: In München stieg der Leerstand im ersten Halbjahr drastisch und liegt derzeit bei etwa 1,3 Mill. qm - eine Quote von 6,5 Prozent. Allerdings müsse man sich bis zum Jahresende auf eine Leerstandsquote von zehn Prozent inklusive Untermietflächen einstellen, glaubt Peter von Valy, Leiter der Vermietungsabteilung bei Jones Lang LaSalle (JLL) an der Isar. Ein Novum an einem Standort, der bis vor zwei Jahren für sein chronisch knappes Flächenangebot bekannt war. Immerhin: Das Mietniveau behauptete sich, wird jedoch voraussichtlich im Lauf des Jahres ins Minus rutschen.

Da hat die NRW-Landeshauptstadt ganz andere Sorgen: Während in Düsseldorf die Mieten sogar noch leicht stiegen, brach der Flächenabsatz um gut 30 Prozent ein. Im zweiten Quartal kam mehr Leben in den Markt. "Eine Erholung ist allerdings noch nicht in Sicht", sagt das Düsseldorfer Maklerunternehmen Trombello Kölbel. Und für jede der sieben wichtigsten deutschen Büroimmobilienstandorte gilt, was Nick Tyrell von DB Real Estate Research sagt: "In Deutschland erwarten wir am wenigsten eine schnelle Trendwende."

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