Immobilien
Schweiz öffnet sich für ausländische Hauskäufer

In der Schweiz soll es künftig für Ausländer einfacher werden, ein Grundstück zu kaufen. Die Regierung will dazu die so genannte Lex Koller aufheben. Das Gesetz, benannt nach einem ehemaligen Justizminister, war in den sechziger Jahren aus Angst vor "Überfremdung des einheimischen Bodens" verabschiedet worden.

HB ZÜRICH. Diese Gefahr bestehe nicht mehr, hat das Justizministerium in Bern jetzt erkannt. Über die Gesetzesaufhebung wird derzeit beraten. Umgesetzt werden dürfte sie erst in drei Jahren, weil die Kantone zuvor ihre Raumplanungsgesetze ändern sollen.

Ursprünglich mussten Ausländer eine Bewilligung des jeweiligen Kantons einholen, wenn sie ein Grundstück kaufen wollten. Solange diese nicht vorlag, gab es keine Eintragung im Grundbuch. 1995 hatten die Schweizer in einer Volksabstimmung diese Praxis bestätigt. Zwei Jahre später büßte das Gesetz jedoch an Bedeutung ein. Es galt seither nur für Ferien- und Mietwohnungen. Vor drei Jahren wurde Nicht-Schweizern, die aus der EU oder Efta stammen, der Grundstückskauf weiter erleichtert

.

Inzwischen hält die Regierung das Gesetz für überholt, möchte aber einem rasanten Bauboom in den häufig zersiedelten Tourismuszentren des Landes einen Riegel vorschieben. Sie fordert deswegen die Kantone auf, Landschafts- und Ortsbilder durch engere, von der Herkunft der Grundstückseigentümer unabhängige Vorgaben zu schützen. oli

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%