Immobilienmarkt
Scheichs entdecken die City

Investoren aus Nahost haben den weltweiten Immobilienmarkt entdeckt. Sie verfügen über gewaltige Summen und sind bereit, hohe Risiken einzugehen. Die Folge: Immer mehr Geld fließt aus den Ölstaaten direkt in europäische Immobilienprojekte. Tendenz steigend.

LONDON. Investoren aus dem Nahen und Mittleren Osten rollen die internationalen Immobilienmärkte auf. "Diese Anleger bauen derzeit massiv eigenes Know-how auf und werben Experten von Banken, Fonds und Maklern ab", erläutert Pierre Rolin von der Londoner Beratungsgesellschaft Stratreal.

Als Folge dieser Entwicklung fließe immer mehr Geld aus den reichen Ölstaaten am Persischen Golf ohne Umwege über Beraterbanken oder Fonds direkt in große Immobilienprojekte in Europa, den Vereinigten Staaten und anderen westlichen Industrieländern. "Staatliche Investmentfonds und andere Anleger aus den Golfstaaten haben einen langen Anlagehorizont und sie sind bereit, große Risiken einzugehen", erläutert Rolin.

Angeheizt durch die Explosion der Rohstoffpreise in den vergangenen Jahren ist die finanzielle Macht der staatlichen Investmentfonds, die öffentliche Gelder von Ländern wie Russland oder aus der Golfregion und Südostasien verwalten, rasant gewachsen. Im vergangenen Jahr stieg das Vermögen staatlicher Investmentfonds den Daten des Londoner International Financial Services Instituts zufolge um 18 Prozent auf den neuen Höchststand von 3,3 Bill. Dollar. Bis 2010 soll diese Summe auf fünf Bill. Dollar klettern und bis 2015 auf zehn Bill. Dollar.

Auch die Investmentbank Lehman Brothers beobachtet, dass die Investoren aus dem Nahen Osten und andere Staatsfonds ihr Know-how ausbauen und intern aufrüsten. Dabei rückten zusehends sogenannte alternative Anlageklassen in den Blickpunkt, zu denen neben Hedge-Fonds und Private Equity auch Immobilien zählen.

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