Immobilienpreise
Experten befürchten eine Blase

Die Zinsen sind niedrig, die Inflationsängste hoch – die Menschen fliehen in Immobilien. Folge: in Großstädten steigen die Preise immens. Erste Befürchtungen werden laut, hier entstehe eine Blase.
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Frankfurt/MainIn kreisfreien Städten hätten sich die Preise von Wohnungen im Schnitt binnen zwölf Monaten um 5,6 Prozent erhöht, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf Berechnungen des Berliner Forschungsinstituts Empirica.

Der auf Immobilienmärkte spezialisierte Ökonom Steffen Sebastian sagte dem Blatt: „Wir beobachten gerade den Anfang einer Blasenbildung.“ Dem Zeitungsbericht zufolge kletterten die Wohnungspreise binnen drei Jahren in München um 23 Prozent, in Hamburg um 26 Prozent und in Bayreuth um 36 Prozent. Auch die Bundesbank hatte sich im jüngsten Monatsbericht besorgt über deutsche Immobilienmärkte geäußert.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Immobilienpreise: Experten befürchten eine Blase"

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  • Ob es sich um eine Blase handelt, erkennt man erst wenn man mitten drinn steckt und wir sind sicherlich nicht am Anfang einer Blase. Die Blase platz sobald die Zinswende kommt und die kann jederzeit kommen. Es nur eine Frage der Zeit, bis die erste amerikanische Ratingagentur Deutschlands Kreditwürdigkeit herunterstuft und die Zinsen um 2 oder 3 Prozent steigen - dann ist erstmal Ende mit dem Immobilienhype wenn ein Teil der Käuferschicht weg bricht. 1. für Eigenutzer wird es teurer 2. Kapitalanleger finden wieder attraktive Alternativen

  • Steffen Sebastian wird bei Capital unter der Überschrift "Wohnungen taugen nicht als Geldanlage" zitiert. Es scheint, als würde hier ein Blinder von der Farbe reden... :) - Ist aber insofern irgendwie begrüßenswert, da Immobilieninvestments eben eher etwas für Sachkundige sind und nicht für Angestellte im Öffentlichen Dienst ohne Marktbezug mit Lehr- und Forschungsauftrag......

  • Nein, in China ist eine Immobilenblase die 2013 platzen soll.
    Kredite vergeben von 1,9 Billionen Dollar, 30% davon sind faule Kredite. Die Mieten steigen unaufhaltlich die Leute koennen es sich nicht mehr leisten der Leerbestand steigt.
    Somit auch in D, irgendwann ist die Grenze erreicht, wo der Buerger es sich nicht mehr leisten kann. Bis zu einem viertel des Einkommens geht an Miete drauf mit steigenden Kosten.
    In einer Verwaltung in der wir taetig waren sind die Preistreibenden Haushaltspuntke Muell und Wasser die bis zu 30·% alleine den Haushalt belasten. Irrwitziges Projekt in Neu-Ulm. Neubau direkt an der Hochwasser gefaehrtenden Donau , Wohnung mit einem Kaufpreis von 4000 Euro/pro qm. Das sind 7823,32 DM. Bei 100 qm sind das dann 400.000 Euro( oder 782332 DM ) fuer eine Wohnung die sich der Normalbuerger nicht mehr leisten kann sondern nur noch die Busy Busy Gesellschaft. Auch in Zug in der Schweiz muessen geborene Zuger wegziehen aus Zug , da Sie sich die Wohnung nicht mehr leisten koennen. Die Folge Zug stirbt mit dem Ureinwohner und das Umland erfaehrt eine Preissteigerung. Das gleiche trifft in Muenchen zu. Irgendwann kann der Markt dies nicht mehr halten und bricht zusammen so wie in China. Die Blase platzt.

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