Immobilienschwerpunkt Berlin
Berliner Hotels: Der Markt ist gut, aber nicht famos

2 360 Zimmer sind nach Schätzungen von Ursula Kriegl von Jones Lang LaSalle Hotels derzeit im Bau, 3 430 in konkreter Planung. „Der Hotelmarkt ist gut“, sagt sie, „aber nicht famos.“ Deswegen sei eine gewisse Vorsicht geboten.

Hanns Peter Nerger von der Berlin Tourismus Marketing (BTM) sieht das anders. Seiner Meinung nach braucht Berlin weiterhin neue Betten „Wir haben heute 113 Prozent er Übernachtungen von 1993, aber nur 110 Prozent der Hotelbetten.“

Nicht die Touristen fehlen, aber die zahlenden Touristen, denn das Hauptproblem ist nicht die Auslastung – die liegt nach Berechnungen der BTM bei bis zu 80 Prozent – , sondern die Zimmerpreise. Ein durchschnittliches Zimmer in Berlin in einem Vier- oder Fünf-Sterne-Hotel kostet 136,77 Euro, in London bezahlt ein Gast dafür 314 Euro, in Mailand sogar 316. Das sei eher ein Imageproblem von Deutschland, sagt Nerger, und habe nichts mit einem Überangebot zu tun. „Deutschland ist kein Urlaubsland.“ Ob ein Neubau sich lohnt, hängt vom Standort und der Kategorie ab. „Vor allem Familien- und Jugendhotels fehlen“, sagt Klaus-Dieter Gröhler, Baustadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf denn mit den Billigfliegern kommen immer mehr Touristen nach Berlin, die sich ein Vier- oder Fünf- Sterne-Hotel sowieso nicht leisten können.

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