Insolvente Immobilienfirma
Drei gegen die WGF-Chefs

Die Auseinandersetzung über Posten in den Gremien der insolventen Immobilienfirma WGF spitzt sich zu. Gläubiger und Vorstand streiten über den Insolvenzplan. Vertreter der Geschädigten erheben weitere Forderungen.
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DüsseldorfNoch fliegen die Fetzen zwischen Managern der insolventen Immobilienfirma WGF und den Vertretern der Anleihegläubiger hinter verschlossenen Türen. Am nächsten Mittwoch um 10 Uhr ändert sich das. Dann öffnet Raum 1 des Congress Center Düsseldorf für die Gläubigerversammlung. Dann streiten vom Rednerpult für die Anleger Julius Reiter, Düsseldorfer Anwalt, Klaus Nieding, Vertreter der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und Markus Kienle von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Ihre Gegenspieler sind ein Trio aus Pino Sergio, Vorstandschef der WGF, Bernd Depping, Sanierungsvorstand des Unternehmens und WGF-Berater Arno Haselhorst.

"Die Fortführung der WGF steht auf Messers Schneide", heißt es im Schreiben, das die WGF zur Einstimmung an eine vierstellige Zahl von Gläubigern richtet. Diese hatten Anleihen der WGF gezeichnet. Mit dem Geld kaufte die Firma Immobilien, kann es aber nicht zurückzahlen. Die WGF schuldet den Anlegern rund 200 Millionen Euro. Nun betreiben die Düsseldorfer Insolvenz in Eigenregie. Anders als bei einer Regelinsolvenz bleibt der Vorstand im Amt.

In dem Schreiben an die Anleihegläubiger heißt es unmissverständlich: "Ohne eine Mehrheit für den inzwischen an die Forderungen der Gläubigervertreter angepassten Insolvenzplan wird die WGF zerschlagen und liquidiert und die (Rückzahlungs-)Quote wird voraussichtlich maximal 19 Prozent betragen." Die erreichbare Quote von bis zu 60 Prozent werde dann nicht realisiert.

"Es ist eine Unverfrorenheit, dass die WGF mit einem Insolvenzplan wirbt, den die Gläubigervertreter errungen haben", tobt Anwalt Reiter. In der ersten von Sanierer Depping und Berater Haselhorst vorgelegten Fassung des Insolvenzplans war vorgesehen, dass die Anleger 44 Prozent ihres Geldes zurückbekommen. Ein Besserungsschein, der die Anleger an künftigen Gewinnen beteiligt, soll für 60 Prozent Rückfluss sorgen. Sicheres Geld ist das nicht. Wie viel Geld wirklich fließt, hängt vom schwer planbaren wirtschaftlichen Erfolg der Firma ab.

Einigkeit herrscht zwischen den sich duellierenden Trios über eines: Das Unternehmen muss fortgeführt werden. Eine Zerschlagung wäre die schlechteste Lösung für die Anleger.

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Streitpunkt ist eine Erfolgsbeteiligung

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  • Es ist schon interessant. Der CEO Pino führt privat ein Luxusleben, hat die WGF AG in die Pleite geführt, will jetzt das Geld der Gläubiger um die Firma zu sanieren, um weiter im Luxus zu leben. Was zahlt er eigentlich? Der Fall erinnert an die S&K - Pleite. Frage ist nur, warum sitzen dort die Beschuldigten in Untersuchungshaft und Sergio Pino läuft frei in der Gegend herum?

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