Investment
Zertifikate auf Immobilien

Zertifikate auf Immobilien sind die jüngste Entwicklung der Finanzbranche. Unproblematisch sind sie nicht.

In ihnen stecken keine Anteile an Liegenschaften, sondern die Kurse von Immobilienaktien; wer einsteigt, wird nicht Hausbesitzer, sondern Aktionär einer Immobilienfirma. Mit allen Vor- und Nachteilen: So werden zwar die meist erklecklichen Dividenden der Branche in die Zertifikate eingerechnet. Doch wenn der Kurs fällt, ist das ein schwacher Trost. Und so hat keines der Zertifikate auf deutsche Immo-Aktien 2007 seinen Besitzern bisher ein Plus gebracht. Die Papiere haben außerdem einen strukturellen Nachteil. Sie investieren einseitig in die wenigen liquiden Immobilienaktien in Deutschland wie Deutsche Euroshop, Gagfah, Patrizia, vor allem aber IVG. Die IVG-Aktie findet sich in fast allen Zertifikaten wieder, oft mit 40 Prozent Anteil. Gerade bei Immobilieninvestments ist die Streuung auf möglichst viele Objekte aber ratsam.

Ihren Zweck erfüllen die Zertifikate dort, wo Anleger in exotische Märkte investieren möchten. Mit einem Plus von gut 60 Prozent ragt ein Asien-Top-20 Zertifikat aus der Masse der Papiere heraus (siehe Tabelle). Darin stecken 20 asiatische Real Estate Investment Trusts (Reits). Reits sind eine Sonderform der Immobilienaktie, die es in den USA seit 1960 gibt, inzwischen auch in Singapur, Japan oder Frankreich. In Deutschland sollten 2007 die ersten Reits an den Markt kommen; nachdem die Stimmung bei den Immobilienaktien kippte, hat das Interesse der Immobilienfirmen, sich in einen Reit umzuwandeln, aber gelitten.

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