Keine Dividende für 2007
Deuwo-Aktionäre gehen leer aus

Die Deutsche Wohnen (Deuwo), nach Gagfah zweitgrößte börsennotierte Wohnungsgesellschaft in Deutschland, zahlt für das Geschäftsjahr 2007 keine Dividende. Für die Ausschüttung hätte die Gesellschaft einen Kredit aufnehmen müssen, erläuterte Finanzvorstand Helmut Ullrich in Frankfurt. Die Börse reagierte mit Kursabschlägen.

HB FRANKFURT. Ullrich deutete aber an, dass Deuwo für 2008 wieder eine steuerfreie Dividende zahlen will. Die Aktionäre hatten über viele Jahre steuerfreie Dividenden erhalten, zuletzt 1,75 Euro für das Jahr 2006. Steuerfrei sind die Dividenden aufgrund der besonderen Gesellschaftskonstruktion. Sie führt dazu, dass steuertechnisch nicht Gewinne, sondern Einlagen ausgeschüttet werden. Ullrich machte deutlich, dass Ausschüttungen künftig von den Finanzmitteln (Funds from Operation, FFO) abhängen werden. Anders als der Gewinn enthält diese Finanzkennzahl kein Bewertungsergebnis.

In dem Pro-Forma-Abschluss der Deuwo schlagen Bewertungsgewinne mit rund 310 Millionen Euro zu Buche. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) betrug 101,2 Millionen Euro. Mit der Pro-Forma-Darstellung agiert die Deuwo so, als ob sie bereits Anfang 2007 mit der im August übernommene Gehag ein Unternehmen gebildet hätte. Die Fusion führte zu einer etwa doppelt so großen Gesellschaft mit 51 000 Wohnungen. Die liegen in Berlin, dem Rhein-Main-Gebiet und Rheinland-Pfalz.

Rund 3 000 Einheiten sollen verkauft werden, davon 2 500 in Paketen. Für die von Ullrich als „Nicht-Kerngeschäfte“ apostrophierten Kabelaktivitäten und Seniorenheime sollen bis zur Jahresmitte Käufer gefunden sein. Wohnungsverkäufe, ein überdurchschnittliches Mietwachstum von 2,8 Prozent, Leerstandsabbau und geringe Kosten aufgrund einer um 30 Prozent reduzierten Belegschaft sollen das Ergebnis in diesem Jahr hochhebeln.

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