Klimaschutz
Wie Hausbesitzer an Fördermittel kommen

Kredite, Zuschüsse, Prämien: Wer sein Haus nach neuestem ökologischen Standard umbauen will, kann einiges an Fördermitteln einstreichen. Doch zunächst muss er wissen, woher und wofür es Geld gibt. Das Handelsblatt gibt einen Überblick.

STUTTGART. Zuerst stellt sich die Frage nach der Art der Förderung: Suche ich ein günstiges Darlehen oder möchte ich lieber einen Zuschuss bekommen? Eine Prämie für ausgetauschte Energiefresser oder brauche ich finanzielle Unterstützung für ein Expertengutachten? "Grundsätzlich gilt: Kredite müssen immer vor Beginn der Bauarbeiten beantragt werden, und zwar bei der jeweiligen Hausbank", sagt Sprecherin Charis Pöthig von der KfW Bankengruppe. "Für Zuschüsse ist dagegen die KfW zuständig, und zwar erst nach Abschluss der Sanierungsmaßnahme."

Eine erste Anlaufstelle sind die Deutsche Energie-Agentur Dena und auch die Energieagenturen der Bundesländer. Viele von ihnen bieten schon im Internet erste Orientierungshilfen und organisieren darüber hinaus Infoveranstaltungen, Volkshochschulkurse und Seminare zu Sanierungs- und Energiesparthemen.

Auf den Weg zum Bürger macht sich in diesem Sommer auch die Förderbank KfW, die Bund und Ländern gemeinsam gehört. Mit zwei Infobussen steuern die Berater bis Mitte Juli mehr als 60 deutsche Städte an: "Konjunktur auf Tour" heißt das Programm, das für die Förderpakete für energieeffizientes Sanieren werben soll.

Als lokale Ansprechpartner bieten sich auch die jeweiligen Stadtverwaltungen und Stadtwerke an. Letztere haben zwar einerseits ein Interesse daran, möglichst viele Kilowattstunden Strom zu verkaufen. Andererseits laufen bei ihnen auch umfangreiche Klimaschutzprogramme - und in Zeiten des liberalisierten Strommarktes freuen sich die öffentlichen Anbieter oft über jeden zufriedenen Kunden, den sie mit einem Zuschuss beim Energiesparen unterstützen können.

Gedruckte Broschüren zum Thema gibt es dagegen nur selten, weil ständig neue Fördermöglichkeiten hinzukommen und die Infoblätter deshalb schon kurz nach Druckschluss wieder veraltet wären, sagt Ingo Franke. Sein Arbeitgeber, die Stadt Essen, stellte bereits im Jahr 1985 den ersten städtischen Umweltberater bundesweit ein und zählt bis heute zu den Vorreitern in Sachen Verbraucherinformation - auch wegen der übersichtlichen Internetseiten.

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