Logistik-Flächen
Im Hamburger Hafen fehlt Platz

In Hamburg sind Logistik-Flächen knapp. Verantwortlich dafür ist vor allem der rasant zunehmende Containerumschlag.

HB DÜSSELDORF. Die Hansestadt ist mit im vergangenen Jahr gelöschten 8,1 Mill. TEU zweitgrößter Containerhafen Europas - nach Rotterdam. TEU (Twenty Feet Equivalent Unit) ist das Maß für Standardcontainer. Nach einer Prognose des Instituts für Seefahrt und Logistik steigt der Containerumschlag in Hamburg bis zum Jahr 2015 auf 18 Mill. TEU.

Um dieses Wachstum zu bewältigen, werden nicht nur Flächen für neue Containerterminals gebraucht. Auch die Logistiker, die Waren aus den Containern bearbeiten oder neu zusammenstellen, suchen Flächen so nahe wie möglich am Wasser. Denn für etwa 30 Prozent der im Hafen gelöschten Containerladung fallen zusätzliche Dienstleistungen an.

Die Erschließung neuer Märkte im Osten macht Hamburg zum Warendrehkreuz - und der Container spielt dabei eine dominierende Rolle. "Zwei von drei durch Deutschland rollende Container starten in Hamburg", sagt Carmen Schwarz, Referentin bei der Logistik-Initiative Hamburg, und unterstreicht damit die Bedeutung des Containerumschlags für Hamburg. Die Initiative ist eine bei der HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung angesiedelten Netzwerk-Organisation für Logistiker.

Inzwischen haben in Hamburg rund 154 000 Menschen in 5 700 Logistikbetrieben Arbeit gefunden. Tendenz steigend. Jüngster großer Erfolg der HWF: Textilfilialist H & M lässt vom Private-Equity-Fonds Carlyle Europe Real Estate Partners auf 15 Hektar (ha) ein 115 000 Quadratmeter (qm) großes Distributionszentrum im Stadtteil Allermöhe bauen und mietet es dann. Schon jetzt summiert die Immobilienberatungsfirma Jones Lang Lasalle (JLL) die Hallen-Lagerflächen auf 2,8 Mill. qm.

Zurzeit werden die Container-Umschlags-Kapazitäten erheblich ausgebaut. Nach Zahlen der stadteigenen Hamburg Port Authority (HPA), die Hafenflächen langfristig vermietet, verfügt der Hafen gegenwärtig über eine Jahreskapazität von 9,2 Mill. TEU. Der Ausbau bestehender Container-Terminals und der geplante Terminal "Mittlerer Freihafen" im Stadtteil Steinwerder mit allein 3,5 Mill. TEU sollen die Umschlagskapazität binnen zehn Jahren auf 21,3 Mill. TEU steigern. Der Haken: Für die gegenwärtig in Steinwerder tätigen Logistikbetriebe müssen Ersatzflächen gesucht werden, was nicht ganz reibungslos abläuft, wie HPA-Sprecherin Christiane Kuhrt einräumt.

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