Mietwachstum
Kaum noch Luft nach oben für Büromieten

Die Büromieten haben bereits ein hohes Niveau erreicht. Der Ertrag aus der Vermietung ist damit fast ausgereizt. Anders sieht es bei den meisten europäischen Nachbarn aus.
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KölnAuf steigende Einnahmen sollten Deutschlands Bürovermieter zurzeit nicht spekulieren. Der jährlich vom Immobilienindexanbieter IPD ermittelte Mietpotenzial-Index für deutsche Büroimmobilien (DMX) zeigt nur geringe Chancen für Anpassungen nach oben. Noch im vergangenen Jahr hatte die Auswertung von 26 000 Mietverträgen eine Steigerungsrate von 3,9 Prozent ergeben. In diesem Jahr sackte der Wert auf gerade einmal 0,3 Prozent ab.

Die in deutschen Großstädten derzeit übliche vertragliche Durchschnittsmiete von 12,85 Euro pro Quadratmeter und Monat liegt damit gleichauf mit dem nachhaltig erzielbaren Ertrag, den Gutachter bei der langfristigen Wertermittlung von Immobilien heranziehen. Auch die Unterschiede zwischen den untersuchten Städten haben sich - mit Ausnahme von Hamburg - in diesem Jahr deutlich nivelliert.

"In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Büromieten deutschlandweit spürbar erholt, deshalb ist nicht mehr viel Luft nach oben", kommentiert Robert Kellershohn, Geschäftsführer beim Immobilienberatungsunternehmen Savills Deutschland, das Ergebnis. "Wertsteigerungen", folgert Olivier Elamine, Vorstandschef des börsennotierten Immobilienunternehmens Alstria, "werden nur mit harter Arbeit erzielt, die Marktentwicklung allein richtet es nicht."

Anders ist das in den meisten anderen Ländern Europas. Dort werde die Erholung der Volkswirtschaften - und in der Folge ein Anstieg der Büromieten - erst 2013 einsetzen, prognostiziert das internationale Investmenthaus Invesco Asset Management. In den kommenden Jahren werde daher das Mietwachstum der zentrale Treiber der Immobilienwerte sein - allerdings nicht vor 2014.

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