Milliarden-Deal
Google kauft sich in New York ein

Der New Yorker Immobilienmarkt hat sich von der Rezession noch nicht erholt. Doch der Suchmaschinenbetreiber Google macht der Immobilienwirtschaft jetzt Mut: Der IT-Gigant erwirbt im größten Deal des Jahres ein Bürogebäude von einem deutschem Fonds.
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NEW YORK. Der Suchmaschinenbetreiber Google hat kurz vor Jahresende am New Yorker Immobilienmarkt ein Zeichen gesetzt. In der größten Transaktion das Jahres erwirbt die Firma aus dem kalifornischen Silicon Valley ein Bürogebäude mit mehr Fläche als das Empire State Building. Medienberichten zufolge zahlt Google 1,8 Milliarden Dollar. Der Vertrag ist unterzeichnet, endgültig unter Dach und Fach soll der Deal bis Jahresende gebracht werden. Google wollte sich dazu nicht äußern.

Der weltgrößte Internet-Suchmaschinenanbieter ist bereits Mieter in dem im angesagten Stadtteil Chelsea gelegenen Gebäude. Eigentümer des Gebäudes sind derzeit Taconic Investment Partners, der New York State Common Retirement Fund sowie die deutsche Investment-Gruppe Jamestown Properties. Jamestown hat das Gebäude im Jahr 2004 für 1,1 Milliarden Dollar erworben, wie aus den Daten der Beratungsfirma Real Capital hervorgeht.

Hoffnung auf positive Impulse für die ganze Stadt

Experten hoffen, dass die Transaktion dem von der jüngsten Rezession getroffenen Immobilienmarkt am Hudson River und der gesamten lokalen Wirtschaft Auftrieb geben wird. „Man kann wohl kaum ein stärkeres Vertrauensvotum für den New Yorker Immobilienmarkt finden“, sagte Dan Fasulo, Geschäftsführer bei Real Capital der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Wenn eine der prestigeträchtigsten modernen Firmen auf diesen Markt setzt, ist das nicht nur gut für die Immobilienbranche, sondern für ganz New York und seine Fähigkeit, die besten Talente des Landes an sich zu binden.“

Google hat seit 2007 Flächen in dem Gebäude angemietet, derzeit belegt der Konzern 51 000 Quadratmeter Bürofläche und beschäftigt dort vor allem Softwareingenieure. Anders als im Hauptquartier im Kalifornien, wo auf einer Art Campus an Ideen für die Zukunft gebastelt wird, ist man in New York vor allem mit konkreten Businessanwendungen beschäftigt. Die Standortwahl passt aber zur auf Kreativität ausgerichteten Firmenpolitik des Konzerns. Das 18-stöckige Gebäude liegt im Stadtteil Chelsea, der vor allem für seine Kunstgalerien und Designershops bekannt ist.

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