NACHGEFRAGT: HERBERT SÜSS
„Dresden und die Region prosperieren“

Herbert Süß ist Vorstandsvorsitzender der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Im Interview erklärt er, welche Entwicklung er für den Immobilienmarkt in und um Dresden erwartet.

Handelsblatt: Was kennzeichnet den Immobilienmarkt in Dresden und wie hat er sich seit 1990 entwickelt?

Herbert Süß: Bis 1998 gab es hier einen atypischen Immobilienmarkt, der vorrangig durch Kapitalanleger geprägt war. Inzwischen sind die Steuervergünstigungen ausgelaufen und es gibt eine Verschiebung hin zur Immobilie für die Eigennutzung. Auch die in Sachsen gewährte Förderung durch die Sächsische Aufbaubank hat den Schritt zu den eigenen vier Wänden erleichtert. Bevorzugt wird das Haus mit Gartengrundstück. Die Eigentumswohnung hat hier nur einen geringen Stellenwert.

Welche Entwicklung erwarten Sie für den Immobilienmarkt in und um Dresden?

Die Wohneigentumsquote entwickelt sich auch in Abhängigkeit vom Arbeitsmarkt. Dresden und seine umgebende Region sind ein prosperierender Wirtschaftsraum mit zukunftsträchtigen, wachstumsstarken Branchen. Die Arbeitsplatzsituation ist besser als durchschnittlich in Sachsen, somit sind auch bessere Voraussetzungen für die Steigerung der Eigentumsquote gegeben.

Gibt es Besonderheiten hinsichtlich der Finanzierung?

Unsere privaten Kunden haben mit Blick ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis. Gewünscht werden geringe monatliche Belastungen und Optionen zur schnelleren Tilgung, beispielsweise Sondertilgungen oder die spätere Ablösung durch ein Bauspardarlehen. Dafür sind fast alle Kunden zu persönlichem Konsumverzicht bereit.

Die EXPO-Real steht vor der Tür. Welche Marketingmaßnahmen ergreifen Sie, um Gewerbeimmobilien an den Mann zu bringen?

Seit 2002 unterstützen wir die Landeshauptstadt Dresden und die umgebende Region bei ihrer Präsentation auf der EXPO Real, insbesondere um Investoren für die Region zu interessieren. Damit leisten wir auch einen aktiven Beitrag zur Wirtschaftsförderung.

Inwieweit unterstützen Sie den Mittelstand mit Ihrer Immobilienpolitik?

Wir setzen nicht zuletzt auf attraktive Immobilienangebote für HighTech-Unternehmen, Existenzgründer sowie Handwerk und Gewerbe, die sich im Umfeld der „Leuchttürme“ entwickeln. So ist unser Haus Gesellschafter des Technologiezentrums Dresden und unterstützt Startups bei der Ansiedlung im Existenzgründerzentrum Ammonhof. Handwerk und Gewerbe finden in zwei Dresdner Gewerbehöfen, an denen wir ebenfalls beteiligt sind, eine gute Adresse. Hier profitieren vor allem junge Unternehmen von der gemeinsam genutzten Infrastruktur und Netzwerken.

Die Fragen stellte Bettina Blass

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