Öko-Immobilien
Grünes Bauen wird zur Chefsache

Öko-Immobilien sind derzeit in aller Munde. Aus diesem Grund setzen die Konzernspitzen von Deutsche Bank, Siemens und Telekom bewusst auf den positiven Imageeffekt, den sie mit eigenen Klimakampagnen erreichen können. Doch nicht allein auf die Reputation kommt es den Unternehmen dabei an.

MÜNCHEN. Ein Bankenriese freut sich grün: Seit einigen Wochen kündigt die Deutsche Bank auf ihrer Website den Umbau ihrer Konzernzentrale in Frankfurt an Main an. Ab Juni dieses Jahres soll mit den Abbruch- und Recyclingarbeiten an den Doppeltürmen begonnen werden. Ziel: Aus dem 38-stöckigen Komplex soll ein ökologisch nachhaltiges Gebäude werden, das weniger Energie verbraucht und 50 Prozent weniger Treibhausgase produziert als heute. Ein Arbeitstitel ist auch schon gefunden "Green Towers", heißt das Projekt.

Auf der IIR-Fachkonferenz in München gaben Immobilien-Dienstleister der Deutschen Telekom sowie des Siemens-Konzerns jetzt ebenfalls bekannt, dass sie Nachhaltigkeitsstrategien entwickeln oder diese bereits umsetzen. "Siemens wird nur noch Immobilien bauen und Flächen anmieten, die nach dem amerikanischen Nachhaltigkeitslabel LEED zertifiziert worden sind und somit über einen exzellenten Umweltstandard verfügen", erklärte Rainer Kohns, Leiter Energiemanagement des Bereichs Development & Constructions bei der Siemens Real Estate GmbH. Weil ein deutsches Zertifikat bislang fehle, stütze man sich bei der weltweiten Umsetzung dieser Strategie auf den US-Standard Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) des amerikanischen Green Building Council.

Auch die Deutsche Telekom befasst sich mit der Frage, ob und wie sie ihre Immobilien ökologisch umrüsten kann. "Es geht um mehr als um die Reduzierung des Energieverbrauchs. Um Klimaziele glaubhaft umzusetzen, braucht man auch nachhaltige Managementpraktiken, und die muss man im Unternehmen erst einmal installieren", erklärte Arno Riede, Leiter Geschäftsfeld Bau bei der DeTe-Immobilien.

Das Thema "Öko-Immobilie" ist derzeit in aller Munde, und so setzen die Konzernspitzen bewusst auf den positiven Imageeffekt, den sie mit eigenen Klimakampagnen erreichen können. Den größten Erfolg ernten hier die so genannten "First Mover", diejenigen also, die sich als erste auf dem Markt positionieren und das mit entsprechend großem Marketingaufwand publik machen.

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