Baufinanzierung
Achtung, Schuldenfalle!

Die Zinsen sind so niedrig wie niemals zuvor. Paradiesische Zustände für Häuslebauer. Doch Vorsicht, wer zur Bank geht, um sich einen Kredit für das Traumhaus zu sichern, sollte dabei Einiges beachten.
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DüsseldorfBilliges Geld verleitet zum Schuldenmachen und dazu, die langfristige Finanzierung außer Acht zu lassen", warnt Manfred Hölscher, Leiter des Baugeldvermittlers Enderlein. Er rechnet vor, dass ein Darlehen über 150 000 Euro mit einem Prozent Tilgung und fünf Jahren Zinsbindung heute nicht mehr als 372 Euro im Monat zu kosten braucht. Wer ein solches Darlehen abschließt, sitzt nach fünf Jahren noch auf einer Restschuld von rund 95 Prozent. Wenn dann die Zinsen nur zwei bis drei Prozent höher liegen, verdoppele sich die monatliche Belastung nahezu. "Wer dann die Belastung nicht mehr stemmen kann, verliert seine Immobilien und riskiert die Privatinsolvenz", sagt Hölscher. Eine Zinstilgung von einem Prozent, viele Jahre Standard in Deutschland, sei im gegenwärtigen Zinstief viel zu wenig. Sie verlängere die Gesamtlaufzeit des Kredits auf mehr als 50 Jahre. Dahinter steht ein mathematisches Phänomen: Bei gleichem anfänglichem Tilgungssatz wird ein Kredit umso schneller getilgt, je höher die Zinsen sind. Denn die Zinsen führen zu höheren Gesamtraten. Und damit steigt im Verlauf auch der Tilgungsanteil in der Rate stärker an.

Deshalb empfehlen alle Baufinanzierungsberater: Tilgung rauf, Zinsbindung verlängern. Denn die Zinsen steigen ganz bestimmt wieder. Die Experten von Interhyp, einem Finanzierungsvermittler, gehen in den nächsten vier Wochen von einem gleichbleibenden Zinsniveau, mittelfristig aber von steigenden Zinsen aus. Die ersten Anzeichen für etwas höhere Zinsen gibt es bereits: Die in der Öffentlichkeit wenig bekannte DGZF-Pfandbriefkurve hat bereits ihren Tiefpunkt durchschritten. Sie basiert auf den Pfandbriefrenditen der Deka-Bank und der Landesbanken und gilt als aussagekräftiger als die Renditekurve zehnjähriger Bundesanleihen. Die Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben dagegen keine nennenswerte Wirkung auf Baugeld. Denn sie beeinflussen die kurzfristigen Zinsen. Insofern sind Spekulationen auf weitere Zinsschritte der EZB für Häuslebauer wenig sinnvoll.
Folgt man der Statistik des Enderlein-Konkurrenten Dr. Klein, haben Deutschlands Wohnungskäufer häufig schon die Zeichen der Zeit erkannt. Sie nutzen die seit Monaten unverändert niedrigen Zinsen, um höhere Tilgungsraten und längere Zinsbindungen zu vereinbaren. In Zahlen: Im Juni 2011 wurden durchschnittlich 1,58 Prozent Tilgung vereinbart, nun, ein Jahr später, ist die Schwelle von zwei Prozent knapp überschritten. Und die durchschnittliche Festschreibung der Zinsen kletterte von zehn Jahren und sechs Monaten auf 13 Jahre.

Wie leicht es die binnen der vergangenen zwölf Monate abermals gesunkenen Zinsen einem Häuslebauer machen, sich für eine Zinsbindung von mehr als zehn Jahren zu entscheiden, zeigt ein Zahlenbeispiel des Vermittlers Dr. Klein: Wer im Juni 2011 ein Darlehen über 150 000 Euro mit zwei Prozent Tilgung und zu damals üblichen Zinsen fest für zehn Jahre abschloss, überweist der Bank seitdem monatlich 783 Euro. Zwölf Monate später wären es nur noch 598 Euro gewesen.

Kommentare zu " Baufinanzierung: Achtung, Schuldenfalle!"

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  • Termingeschäfte?
    Wer macht so etwas? Das ist etwas für Beamte, die ihren Job nicht verlieren können. Etwas was immer nicht beachtet wird, zum Betrieb einer Immobilie gehört immer ein sog. "Betriebsnotwendiges Kapital", ich kalkuliere mit 15.000 €+!
    Nötige Reparaturen gesetzl., gemeindl. Anordnungen, Straßenbaukosten etc. können sonst Schneisen der Verwüstung schlagen. Grenzpreis ist die 20-fache Jahresnettokaltmiete. Wer Reparturen schiebt kürzt den Verkaufswert! So ein Termingeschäft macht nur Sinn in Gebieten mit dauerhaftem Zuzugsdruck.
    Wer weiß was in 20 Jahren los ist, was ist mit dem demografischen Wandel, Bevölkerungsrückgang?
    Die ausgegebenen Kredite wird die EZB irgendwann einmal wieder einsammeln, ebenso ist die Inflationsgefahr nicht von Hand zu weisen. Es werden die Zinsen steigen, steigende Zinsen füren zur Reduzierung der Nachfrage. Das kann zu negativen Hypotheken führen.
    Alles kein Spaß!

  • Ja, genau! Ganz toll gerechnet! Haben Sie die gezahlten Zinsen mit berechnet? Wahrscheinlich nicht!

  • Genau das ist die Zuendung der letzten Stufe der Finanzrakete dieser Rothschild clique!
    Zuerst die Staaaten in die Ohnmacht getrieben, sodass die Politiker zu ihren Handlangern geworden sind, korrupt, unfaehig und Arbeitsscheu war dieses Gesidel ja schon immer!
    Dann die Industrie und der Mittelstand durch die aufgestellten Kreditfallen!
    Nun diejenigen, die noch etwas Geld auf der Kante haben zum Einwechseln realer Werte zum Kauf von immobilien motiviert!
    Das alles fuer geld, welches in den lezten Jahrzehnten per Computer als Buchungsgeld in beliebigen Mengen als Haben gegen reale Werte verbucht werden. Diesen Gangstern ist seit Langem selbst das Papier zu teuer um Geld herzustellen, sodass nicht mal mehr der Papierwert gegen dieses Phantasiegeld gestellt werden kann!

    Alles haben die im Griff und wenn die meisten noch verfuegbaren Guthaben gegen reale Werte verpfaendet ist, dann wird der Sack ganz nach Belieben dieser Verbrecher zugeschnuert und das Volk darin verhungert!

    Ein grosser, seit jahrhunderten verfeinerter Plan geht seinem Ende zu und die Inflation nimmt ihren Lauf, dann wenn diese gottverdammten Finanzverbrecher dies so wollen. Die geldschleuse ist lange schon offen, die das ins Rollen bringt. Es wird im Moment absolut alles unter Kontrolle dieser Verbrecher gehalten, die Boersenwerte, der Edelmetallpreis, die Deflation und die darauffolgende Inflation, gesteuert durch Money, das fast ausschliesslich durch Computerbuchungen produziert wird!
    Und der grossteil der Menschen hat kein Interesse, deshalb absolut keine Ahnung und wundert sich nur ueber die kontraere Argumentation zwischen Fachleuten und nichtsnutzigen Politikern!

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