Staatsanwaltschaft nahm dazu keine Stellung
Neue Vorwürfe im Immobilienskandal

Im Frankfurter Immobilienskandal sind neue Vorwürfe gegen den inhaftierten Hauptverdächtigen laut geworden. Nach Informationen der in Wiesbaden erscheinenden „Immobilienzeitung“ soll er auch nach seinem Wechsel von der Deutsche Bank-Tochter DB Real Estate zur genossenschaftlichen Fondsgesellschaft DG Anlage Schmiergelder für Aufträge angenommen haben.

HB FRANKFURT. Konkret gehe es um ein Projekt in Mainz, bei dem von einem Frankfurter Baubetreuer Bestechungsgeld gefordert worden sei. In diesem Fall soll es um 120 000 Euro Bakschisch gehen. Dem Baubetreuer droht ebenfalls ein Verfahren wegen Bestechung.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft war am Dienstag nicht zu einer Stellungnahme bereit. Sie bestätigte lediglich, dass der Hauptverdächtige weiterhin in Untersuchungshaft sitzt. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt rund 40 hochrangige Manager der Frankfurter Immobilienbranche. Sie sollen bei Bauvorhaben und Grundstücksverkäufen in ganz Deutschland Geld gezahlt oder angenommen haben.

Die internationale Maklerfirma Jones Lang La Salle legte am Dienstag Wert auf die Feststellung, dass ein millionenschwerer Korruptionsfall aus dem Herbst 2003 in ihrem Haus inhaltlich nichts mit der aktuellen Affäre zu tun habe. Damals mussten der Deutschlandchef und zwei Mitarbeiter gehen, die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen laufen noch. Eine mehrmonatige interne Revision habe eindeutig ergeben, dass es sich bei den dreien um Einzelfälle gehandelt habe, teilte das Unternehmen mit.

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