Steigende Preise
Europa zittert vor der Immobilienblase

Geld in Hülle und Fülle und niedrige Zinsen haben schon einmal eine Immobilienblase aufgepumpt. Bald könnte es wieder so sein - diesmal mitten in Europa. Bislang werden alle Warnungen ignoriert.
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DüsseldorfIn Europa geht die Angst vor dem Platzen einer Immobilienblase um, die auch hierzulande Sorge bereitet. Vor allem der Großraum Paris und die Schweiz sind gefährdet. Denn dort wurde gekauft, was zu kaufen war. Seit über einem Jahrzehnt steigen die Preise in der französischen Hauptstadt, kurz nur in den Jahren 2008 und 2009 durch die Krise unterbrochen. Das hat dazu geführt, dass sich viele Mittelstandsfamilien keine Häuser oder Wohnungen in den Ballungszentren mehr leisten können und als Käufer ausfallen.

Frankreichs Banken treten nun bei der Kreditvergabe stärker auf die Bremse. Sie haben angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit Angst, dass sie auf ihren Kreditforderungen sitzen bleiben. Nach Angaben der Banque de France ist das Volumen neuer Hypotheken seit Dezember 2011 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Prekär wird es, wenn – wie allgemein erwartet – die Zinsen steigen und das den Immobilienerwerb weiter erschwert.

Etwas anders ist die Lage in der Schweiz: Die brummende Wirtschaft zieht vor allem auch ausländische Anrechtnehmer an. Und die müssen irgendwo wohnen. Die Ausländer haben mit dazu beigetragen, dass die Preise so rapide geklettert sind, dass Internationaler Währungsfonds (IWF), OECD und die Schweizer Finanzaufsicht gleichermaßen vor einer Blase auf dem Immobilienmarkt warnen. Würde sie platzen, könnte die Stabilität der Banken bedroht sein, argumentieren sie.

Angeheizt wird die Nachfrage aber besonders durch zwei hausgemachte Faktoren: Die Nullzinspolitik der Notenbank hat zur Folge, dass Immobilienkäufer eine Finanzierung mit acht Jahren Laufzeit für zum Teil weniger als zwei Prozent Zins bekommen. Zudem wird die Verschuldung staatlich subventioniert: Zinszahlungen können von der Steuer abgezogen werden.

Als Gegenmaßnahme empfiehlt der IWF in seinem jüngsten Länderbericht strengere Eigenkapital-Regeln für Hypotheken und mahnt gemeinsam mit der OECD, die steuerliche Abzugsfähigkeit von Zinsen zu streichen.

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  • In China gibt es die Wanderarbeiter, ind Deutschland die Mietnomaden;-). Wenn einem nichts anderes übrig bleibt, wird auch das ein Bild sein, was sich viele oder die meisten noch nicht vorstellen können.

  • Überwiegend fremdfinanzierte Mietobjekte als ein Investment unter anderen, warum nicht. Es kommt auch auf den Zeithorizont an. Wenn (nicht falls) die Krise richtig kommt, wovon z.B. Griechenland und Teile der USA nur ein Vorgeschmack sind, dann wird alles billigst zu haben sein: die ganzen Luxusautos, Wohnungseinrichtungen, zwangsversteigerten Häuser usw. Und es zeigt sich auch erst dann wo die guten Regionen sind: wo wird die neue Arbeit sein, was passiert geopolitisch usw.
    Für die kleinen Leute wie mich ist es keine wirkliche Option, wir spielen halt bißchen mit.
    German Stacker

  • ...könnte die Lösung des Problems ein Camper sein??? ;-)

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