Sylt
Die teuerste Adresse der Republik

Auf der Nordseeinsel Sylt sind Häuser teurer als in Hamburg oder München. Käufer weichen auf die Nachbarinseln aus. Das beschert Föhr, Amrum & Co. eine riesige Nachfrage.
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DortmundDie Ärzte, legendäre Berliner Punkrockband, singen es schon seit vielen Jahren: „Ich will zurück nach Westerland“. Und damit sind sie nicht allein: In der Touristenhochburg Westerland auf Sylt sind die Ferienwohnungen im Schnitt bis zu 300 Tage pro Jahr ausgebucht, was auch im deutschlandweiten Vergleich mit zur Spitze zählt. Auch sonst spart Sylt, die nördlichste deutsche Insel, nicht mit Superlativen – allen voran bei den Haus- und Wohnungspreisen. Denn die „Königin der Nordsee“ ist noch vor München und Hamburg der teuerste Immobilienstandort Deutschlands, der Hobookenweg die teuerste Adresse der Republik.

Hier legen die betuchten Käufer schon mal 35000 Euro auf den Tisch – pro Quadratmeter, versteht sich. „Insbesondere für Sylter Eigenheime im Luxussegment haben sich in der Vergangenheit die Preise in jeder Dekade mehr als verdoppelt“, stellte eine Studie der Deutschen Bank bereits vor einiger Zeit fest. Im Schnitt kostet ein Quadratmeter Wohnfläche in einem Ein- oder Zweifamilienhaus auf Sylt etwa 8100 Euro, zeigt eine Studie der LBS Schleswig-Holstein-Hamburg.

Für die hohen Preise gibt es mehrere Gründe – unter anderem den Promi-Faktor, denn nirgends sonst an der Nordsee trifft man so viele Reiche und Schöne auf einem Fleck. Doch der vielleicht wichtigste Anreiz ist die Vielfalt im Angebot, sagt der Sylter Makler Erik Wedell. „Sie finden auf Sylt auf kleinstem Raum ein so breites Angebot, dass für jeden das Richtige dabei ist.“

Nur knapp 35 Kilometer Luftlinie von Sylt entfernt liegt das Nordseeheilbad Pellworm – und doch trennen Welten die beiden Inseln und ihre Immobilienmärkte.

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