Tipps zum Steuersparen
Steuern sparen mit Immobilien

Die Frage, welche Ausgaben steuermindernd beim Fiskus als Werbungskosten geltend gemacht werden können, ist im Prinzip ganz einfach zu beantworten. Und das ist vor allem für Immobilienbesitzer interessant.

Die Frage, welche Ausgaben steuermindernd beim Fiskus als Werbungskosten geltend gemacht werden können, ist im Prinzip ganz einfach zu beantworten: Immer dann, wenn Geld eingesetzt wird, um Einnahmen zu schaffen, zu sichern oder zu erhalten, zahlt der Fiskus mit, berichtet die LBS-Bausparkasse. Und das ist vor allem für Immobilienbesitzer interessant.

Doch es gibt auch Sonderfälle. In einem Fall, in dem ein Mann eine Wohnung kaufte um sie zu vermieten, später jedoch dann doch selbst einzog, entschied der Bundesfinanzhof wie folgt: Den gewährten Werbungskosten-Abzug für die Zeit, in der die Wohnung vermietet war, muss der Eigentümer nicht an den Fiskus zurückzahlen. Allerdings muss der Steuerzahler glaubhaft machen, dass er ursprünglich vermieten wollte. Für seinen Sinneswandel könne er nicht zur Kasse gebeten werden.

Bisweilen müssen Vermieter teure Fachliteratur kaufen oder Seminare buchen, um sich zum Beispiel in Sachen Nebenkostenabrechnung weiterzubilden. Der Fiskus erkennt dies als Werbungskosten an. Was aber, wenn man die Quittung verliert? Kein Problem, befand der Bundesfinanzhof. Es reichen auch andere glaubhafte Nachweise – im verhandelten Fall war das die Bestätigung eines Seminar-Kursleiters. Bei Büchern muss man diese im Ernstfall vorlegen können.

Wer eine Immobilie an Verwandte vermietet, muss aufpassen. Werden weniger als 75 Prozent der ortsüblichen Miete verlangt, ist der volle Genuss der Steuervorteile möglich, entschied der Bundesfinanzhof. Ist die Miete niedriger als dieser Wert, können die Werbungskosten nur anteilig abgesetzt werden.

Grundsätzlich muss den LBS-Angaben zufolge ein konkreter Zusammenhang zwischen Ausgaben und zur Einnahmequelle bestehen. Ungünstig lief es für den zeitweiligen Eigentümer einer vermieteten Wohnung. Er wollte den Kaufvertrag rückgängig machen und führte deshalb einen Prozess. Die Gerichts- und Anwaltskosten machte er in der Steuererklärung geltend. Doch das geht nicht, entschied das Finanzgericht Baden-Württemberg. Denn die Prozesskosten hätten weder etwas mit der vorhergehenden Vermietung noch mit künftigen Mieteinnahmen zu tun.

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