Tool der Woche
Hier kaufen die Profis

In den Metropolen werden Immobilien unbezahlbar. Wer sich die Liebhaber-Aufschläge sparen möchte, kauft in kleineren Städten. Eine Studie zeigt, wo Immobilien unbezahlbar werden- und wo sich der Kauf noch lohnt.
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DüsseldorfDie Partystimmung der Immobilieninvestoren hält an. Nicht nur private Hausbauer, sondern auch Profiinvestoren greifen bei deutschen Wohnimmobilien kräftig zu. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden Kaufpakete ab 50 Wohneinheiten für insgesamt 7,3 Milliarden Euro verkauft - laut Immobilienberatung CBRE war das eine Steigerung von 19 Prozent zum Vorjahreszeitraum. „Die Zahlen verdeutlichen die hohe Attraktivität deutscher Wohnimmobilien, welche ungebrochen zu den beliebtesten Assetklassen am Immobilieninvestmentmarkt zählen“, sagt Konstantin Lüttger, Head of Residential Investment bei CBRE in Deutschland.

Der deutsche Immobilienboom geht nun schon in das siebte Jahr und die Erfolgsmeldungen reißen nicht ab. Die Preise steigen weiter, die Mieten auch - und auch die Käufer lassen sich von scheinbar absurd hohen Preisen bei Wohnimmobilien nicht schrecken. „Der Immobilienzyklus läuft zwar schon sehr lange,“ sagt Manfred Binsfeld, Leiter Immobilienmarkt-Research bei Feri Eurorating. „Wir rechnen aber trotzdem in den nächsten zwei oder drei Jahren bei Wohnimmobilien  mit weiter steigenden Preisen“. 

Ein Grund für Binsfelds Optimismus: Die Zahl der Baufertigstellungen lag 2013 mit einem Plus von 7,2 Prozent zum Vorjahr laut statistischem Bundesamt deutlich unter den Erwartungen. „Wir haben mit deutlich mehr gerechnet, die niedrige Neubauquote reicht nicht aus, die Nachfrage zu decken“, sagt Binsfeld. Das mangelnde Angebot sorge für weiteres Aufwärtspotenzial bei Preisen und Mieten in Regionen mit steigenden Bevölkerungszahlen.

Wer jetzt noch zu Preisen kaufen möchte, die einer nüchternen Ertragsrechnung Stand halten, dürfte in vielen Metropolen kaum noch angemessene Offerten finden. In einer umfangreichen Studie untersuchte Feri den deutschen Immobilienmarkt. Viele Großstädte sind demnach völlig überbewertet. München kommt demnach auf einen „Vervielfacher“ von mehr als 24.  

Diese Kennzahl zeigt das Verhältnis von Verkehrswert und Liegenschaftszins an. Je höher, desto schlechter für Käufer. Werte über 20 gelten nach konservativer Marktmeinung als völlig überteuert. Der Durchschnittswert für die Millionenstadt deutet darauf hin, dass vor allem in den besseren Lagen mittlerweile nur noch Liebhaber kaufen dürften, denen das Verhältnis zwischen Kosten und Ertrag ziemlich egal sein dürfte.

Kommentare zu " Tool der Woche: Hier kaufen die Profis"

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  • Ja, aber nur in München, Hamburg, Frankfurt oder Topstandorte mit topbezahlten Arbeitsplätze, weil die Mieter sich noch leisten können solche Mieten zu zahlen. Was aber wenn BMW und Co nicht mehr so brummen ?

    Wer am Ende der Profi ist werden wir noch sehen.

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