Trendviertel 2014 Bremen
Die heißesten Lagen der Hansestadt

Wo Stadtstaaten wie Berlin und Hamburg Großes im Blick haben, setzt Bremen auf überschaubare Quartiere. Immobilienkäufer erwartet Wohlfühlatmosphäre zu vergleichsweise niedrigen Preisen. In welchen Lagen der Kauf lohnt.
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Hansestadt: Auf diesen Titel legen die Bremer Wert. Schließlich stehen sie damit auf einer Stufe mit dem mehr als dreimal so großen Hamburg. Stadtstaaten sind sie beide. Eine Hafencity haben die Bremer an der Weser ebenso - nur dass ihr Name Überseestadt lautet. Auch das den Hamburgern nachgesagte britische Understatement ist den Bremern nicht fremd. Sie nennen ihre Heimat ironisch "ein Dorf mit angeschlossenem Flughafen".

Dörfer haben etwas Idyllisches, Liebenswertes. Bremens Senatsbaudirektorin Iris Reuther sieht in Bremen "die kleinen Dörfer in der großen Stadt". Das Besondere an Bremen seien die Quartiere, stellt Reuther heraus. Deren Charakter will sie erhalten, weil sie dort erlebt, "wie sich Menschen, bürgerschaftlich engagieren und mit ihren Quartieren identifizieren".

Stadtplan: Die Trendviertel von Bremen als .pdf


So würde ein Bremer, der in der Altstadt, dem Ostertor-oder dem Steintorviertel wohnt, niemals von der Mitte oder der Östlichen Vorstadt als seinem Wohnort sprechen. Das sind die beiden Stadtteile, in denen nach Analyse von vdp Research im Schnitt die höchsten Mieten gezahlt werden. Wer im und um den Ostertorsteinweg wohnt, lebt ohnehin "im Viertel", als gäbe es nur eines in Bremen.

Das aber wirkt besonders bunt und schrill - sowohl auf den Straßen als auf an den Häuserwänden. Viele Fassaden sind mit kunstvollen Graffitis bemalt und nicht bloß flüchtig besprüht. Szene-Restaurants, Döner-Imbisse, das bürgerliche Theater am Goetheplatz am einen Ende, das Bremer Kriminal Theater am anderen, kleine Modegeschäfte, bei denen Frau/Mann findet, was er bei HM und Zara vermisst hat - ein Stadtquartier der Vielfalt. Neubauten sind hier selten.

Das gutbürgerliche Gegenstück heißt Schwachhausen. "Bremen ist vom Grund her eine alte und reiche Stadt", stellt Kurt Zech, geschäftsführender Gesellschafter des Bremer Bau- und Immobilienkonzerns Zech Group fest. Wer hier wohnt, hegt kein Zweifel. "Die Generation 50 plus strebt ein Domizil in Schwachhausen an", weiß Thomas Weiland, der für das Maklerhaus Dahler Company Häuser und Wohnungen vermittelt und sein Büro in einem alten Teehaus in diesem Stadtteil hat.

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Tausend City-Wohnungen

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Wie die Preise steigen

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