Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt
Hausverkäufer muss über Schikanen aufklären

Der Verkäufer eines Wohnhauses muss den Erwerber auch ungefragt über Umstände aufklären, die für den Kaufentschluss wesentlich sind. Das gilt nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt auch für das schikanöse Verhalten eines Nachbarn, das jedes sozialübliche Maß übersteigt.

HB FRANKFURT. Schon kurz nach dem Einzug des Käufers kam es in dem entschiedenen Fall zu erheblichen Belästigungen durch einen Nachbarn, etwa durch Schreianfälle, laute Musik während der Nacht, Beschimpfungen, Beleidigungen, Beschmieren der Haustüre sowie Morddrohungen.

Weil der Verkäufer diese Zustände bei den Kaufverhandlungen verharmlost hatte, muss er dem Käufer laut Richterspruch über 200 000 Euro nebst Zinsen gegen Rückgabe des Wohnhauses ersetzen.

OLG Frankfurt/M., Az.: 4 U 84/01

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