Wohnungsgesellschaft
LEG will solide wachsen

Wenig Leerstand, der kursfördernde Ausstieg des Großaktionärs Goldman Sachs und moderat steigende Mieteinnahmen: Bei der Wohnungsgesellschaft LEG deuten viele Zeichen auf Wachstum. Doch der Vorstand bleibt bescheiden.
  • 0

DüsseldorfDie Wohnungsgesellschaft LEG will weiterhin unspektakulär wachsen. Und so gibt Vorstandschef Thomas Regel als Ziele erst einmal den Kauf von weiteren 10.000 Wohnungen und um zwei bis drei Prozent steigende Mieteinnahmen als Ziele für dieses Jahr aus. Wohl wissend: „Der Markt richtet Zielverfehlungen hart.“ Den Richter muss Hegel zurzeit nicht fürchten, denn seit Jahresanfang hat er bereits Verträge über den Kauf von 6.700 Einheiten geschossen.

Die beim Börsengang vor knapp einem Jahr gesetzten Ziele hat die LEG erfüllt oder übertroffen.

Eine Deckelung der Bestandsmieten und eine Bremse bei der Höhe der Neuvermietungsmieten, wie sie die Bundesregierung noch in diesem Jahr verabschieden will, können dem MDax-Unternehmen keinen Strich durch die Rechnung machen. Maximal 0,1 Prozentpunkte Mietwachstum würde die Einführung des neuen Mietrechts die LEG kosten.

Da Hegel das Mietwachstum eher bei drei als zwei Prozent sieht, dürfte auch der operativen Gewinn, branchenüblich als FFO I (Funds from Operations) ohne Verkaufsgewinne, in der erwarteten Spannbreite eintreffen: Er soll 2014 zwischen 2,93 und drei (2013: 2,62 bis 2,67) Euro je Aktie betragen. Anleger können auf dieser Basis ihre Dividendeneinnahmen kalkulieren, denn die LEG will 65 Prozent des FFO I ausschütten.

Obwohl die LEG-Wohnungen nahezu ausnahmslos über NRW verteilt sind, also ihre Mietblocks auch in strukturschwachen Regionen stehen, beträgt der Leerstand nur drei Prozent. Mit einer durchschnittlichen Monatsmiete von 316 Euro und einer Quadratmetermiete von 4,94 Euro gehört sie zu den preisgünstigen Vermietern.

Die Nachfrage nach preisgünstigen Wohnraum kann einen zusätzliche Schub erfahren, denn NRW wird überdurchschnittlich vom Zuzug aus anderen EU-Staaten nach Deutschland profitieren.

Vom Ausstieg des Großaktionärs Goldman Sachs erwarte Hege weitere Impulse für den Kurs. Am 22. Februar veräußerte ein Fonds der Investmentbank die restlichen 15,2 Millionen LEG-Aktien für knapp 670 Millionen Euro. Seitdem hat sich der Kurs besser entwickelt als der MDax, in dem die LEG gelistet ist.

Kommentare zu " Wohnungsgesellschaft: LEG will solide wachsen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%