Wolkenkratzer „The Gherkin“
Londons größte Gurke geht an Brasilianer

Die „Gurke“ hat einen neuen Besitzer: Ein brasilianischer Milliardär zahlt mehr als 900 Millionen Euro für das berühmte Londoner Hochhaus. Der Wolkenkratzer gehörte zuletzt einer deutschen Immobiliengesellschaft.
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LondonDas berühmte Londoner Hochhaus „Gherkin“, zu deutsch „Gurke“, hat einen neuen Besitzer. Die Safra Group des brasilianischen Milliardärs Joseph Safra teilte am Montag mit, sie habe das Gebäude gekauft. Einen Preis nannte Safra nicht, die „Financial Times“ berichtete, es seien 726 Millionen Pfund (925 Millionen Euro) geflossen. Angeboten worden war die „Gurke“ für 650 Millionen Pfund. Safra gilt als der zweitreichste Mann Brasiliens.

Bauherr für das 180 Meter hohe, 41 Stockwerke umfassende Gebäude von Stararchitekt Norman Foster war einst der Rückversicherer Swiss Re. Die Schweizer hatten das Gebäude im Jahr 2007 für 600 Millionen Pfund an die deutsche Immobiliengesellschaft IVG verkauft. Diese aber geriet während der Finanzkrise stark ins Strudeln und konnte in der Folge nur noch schwer ihre Darlehen bei den Gläubigerbanken begleichen.

Eine IVG-Tochter plant derzeit auch den Verkauf des Frankfurter „Silberturms“. Das 166 Meter hohe Gebäude mit seinen 34 Stockwerken war bei seiner Eröffnung 1978 der höchste Wolkenkratzer Deutschlands. Einst war dort die Zentrale der Dresdner Bank. Auch der Geschäftskomplex „The Squaire“ der IVG am Frankfurter Flughafen soll verkauft werden.

Das „Gherkin“ ist mit der Zeit zu einem Wahrzeichen für den Londoner Finanzdistrikt geworden. Weitere Berühmtheit erlangte das Gebäude durch mehrere Filme, darunter das Zauberer-Abenteuer „Harry Potter und der Halbblutprinz“ und Woody Allens Melodrama „Match Point“.

Safra will das Hochhaus „noch attraktiver machen“, wie die Gruppe ankündigte. Von den Verbesserungen sollten die Bewohner profitieren. Die Safra Group verwaltet nach eigenen Angaben mehr als 200 Milliarden Dollar.

Der Turm im Londoner Finanzviertel war 2004 eröffnet worden und beherbergt derzeit 20 Mieter, darunter Swiss Re, Kirkland & Ellis International und ION Trading.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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