Aktien
adidas knapp behauptet über Tief - Reebok-Kauf, Zahlen

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Aktien von adidas-Salomon sind am Mittwoch nach dem Kauf von Reebok zeitweise deutlich unter Druck geraten. Der am Markt positiv bewertete Quartalsbericht rückte Händlern zufolge etwas in den Hintergrund.

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Aktien von adidas-Salomon sind am Mittwoch nach dem Kauf von Reebok zeitweise deutlich unter Druck geraten. Der am Markt positiv bewertete Quartalsbericht rückte Händlern zufolge etwas in den Hintergrund. Die Papiere von Europas größtem Sportartikelhersteller fielen zum Handelsstart bis auf ein Tief bei 141,50 - erholten sich im frühen Verlauf aber stetig und wurden kurzzeitig im Plus gehandelt. Bis gegen 10.15 Uhr verloren die Aktien 0,41 Prozent auf 146,92 Euro. Den Leitindex Dax gab gleichzeitig 0,22 Prozent auf 4 921,91 Punkte ab.

Die Übernahme des US-amerikanischen Konkurrenten Reebok durch adidas sieht Analyst Oliver Caspari vom Bankhaus Lampe grundsätzlich positiv. "Es macht Sinn, die Expansion auf dem weltgrößten Sportartikelmarkt voranzutreiben", sagte Caspari zu dpa-AFX. Der Kaufpreis erscheine aber "ein bisschen hoch". adidas lässt sich die Übernahme rund 3,1 Mrd. Euro kosten. Der Sportartikelhersteller verspricht sich von der Übernahme des Konkurrenten selbst deutliche Kosteneinsparungen von jährlich rund 125 Mill. Euro.

Händlern zufolge rücken die "etwas besser als erwartet" ausgefallenen Zahlen bei adidas mit dem Kauf von Reebok in den Hintergrund. Der Sportartikelhersteller bietet 59 Dollar je Aktie und zahlt damit eine Prämie von mehr als 34 Prozent - dies ist einem Börsianer zufolge "nicht gerade billig" und dürfte die Aktien belasten. Die Zahlen lägen unterdessen leicht über den Erwartungen, die Prognosen seien bestätigt worden, hieß es.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz hat ihr Votum für adidas-Salomon-Aktien am Morgen mit "Outperformer" bestätigt. Mit dem Geschäft verringere der Sportartikelhersteller den Abstand zu Weltmarktführer Nike und verbessere seine Position in den USA, China und Indien, sagte Analyst Christian Schindler. "Negative Punkte sehen wir beim hohen Preis", so der Experte. Die unterschiedlichen Unternehmenskulturen und Strategien stellten ebenso ein Risiko dar wie generell die Integration nach einer großen Übernahme. Das Kursziel der LRP zum Jahresende liegt bei 165 Euro.

Laut Deutsche Bank waren die Zahlen "viel besser" als erwartet. Die Analysten bestätigten den Titel auf "Buy" mit einem Kursziel voin 155 Euro.

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