Aktie im Fokus
Pro Sieben-Aktie legt 20 Prozent zu

Leicht bekleidete Mädchen, seichte Unterhaltung. Über das Programm von Pro Sieben lässt sich trefflich streiten. An der Börse stört das aber niemanden, seit Monaten klettert die Aktie. Allein heute steigen die Fernsehpapiere um 20 Prozent. Analysten der Deutschen Bank trauen der Aktie sogar noch mehr zu.

FRANKFURT. "Heiße Mädchen, spannende Spiele und steigende Quoten." So klingt das in der Eigenwerbung, wenn Pro Sieben seine Fernsehshow "Sommermädchen 2009" anpreist. Mehr oder weniger leicht bekleidete junge Damen treten gegeneinander an. Wer sich bei Wettbewerben wie Bierflaschenöffnen und Limbo tanzen besser als die anderen schlägt, darf sich Hoffnung auf den Titel "Sommermädchen" machen. Am Samstag steht das "große Finale" an. Das Ganze ist natürlich ziemlich gaga, aber rein wirtschaftlich betrachtet erfolgreich.

Überhaupt scheint das Unternehmen Pro Sieben Sat1 Media, börsennotiert und im MDax der mittelgroßen Werte notiert, zurück auf die Erfolgsspur zu kommen. Gäbe es an der Börse ein Sommermädchen, dann wäre die Aktie von Pro Sieben eine heiße Kandidatin. Seit dem Tiefstand im März dieses Jahres kletterte der Kurs von 88 Cent auf 6,10 Euro.

Kaum ein Papier auf dem deutschen Markt hat seitdem so kräftig zugelegt. An manchen Tagen wechselten fast dreimal so viele Aktien den Besitzer wie in normalen Zeiten. Allein heute steigt der Kurs um 20 Prozent.

Dabei hatte am Morgen noch alles nach einem Rückschlag ausgesehen. Polo Tang, ein Analyst der Schweizer Bank UBS, meinte, die Aktie habe inzwischen genug zugelegt und es sei langsam an der Zeit für Gewinnmitnahmen. Er stufte die Aktie von "Kaufen" auf "Halten" herab. Der Ausblick bezüglich der Entwicklung der Werbeeinnahmen sei pessimistischer ausgefallen als erwartet, schrieb Tang in seiner Studie. Prompt rutschte der Kurs nach Handelsstart beinahe fünf Prozent ins Minus.

Dann aber hielt die Deutsche Bank mit einer positiven Einschätzung dagegen. Die Sendergruppe habe im zweiten Quartal beim Gewinn die Erwartungen klar übertroffen, urteilte Analyst Paul Reynolds. Das Unternehmen habe deutlich mehr Kosten eingespart als gedacht. Reynolds traut der Aktie nun einen Sprung bis 9,50 Euro zu. Als in der Folge auch noch die Commerzbank und Unicredit ihre Kursziele erhöhten, war das besagte Kursplus schnell erreicht.

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