Aktien
Bewältigung der Finanzkrise dauert länger an

Die Bewältigung der Finanzkrise dürfte nach Meinung der Analysten von Sal. Oppenheim noch länger andauern.

dpa-afx FRANKFURT. Die Bewältigung der Finanzkrise dürfte nach Meinung der Analysten von Sal. Oppenheim noch länger andauern. Daneben verschärften steigende Preise für Rohstoffe und Energie sowie eine restriktivere Kreditpolitik die bereits begonnene Konjunkturabkühlung, hieß es im Kapitalmarktausblick der Privatbank für das zweite Halbjahr. Für den Dax rechnen die Experten mit einer Handelsspanne zwischen 6 000 und 7 000 Zählern.

Wegen des hohen Verbrauchs dürfte die Preisspirale an den Rohstoffmärkten nach Ansicht der Experten nur dann nachhaltig durchbrochen werden, wenn sich das Wachstum in den Schwellenländern beruhige. Dafür seien geld- und fiskalpolitische Maßnahmen notwendig. An den Aktienmärkten und somit auch im Dax sei ein Test der Tiefststände vom März noch möglich. Zum Jahresende könnten sich die Indizes aber wieder erholen. Grundlage dafür könnte eine Korrektur der Rohstoffkosten, zum Beispiel durch Abfluss von spekulativen Anlagegeldern sein.

Zunächst dürfte es aber bei einem volatilen Handel an den Aktienmärkten bleiben. Die Analyse vergangener US-Abkühlungen habe zudem gezeigt, dass Aktien häufig erst dann nachhaltig steigen, wenn der Tiefpunkt am US-Arbeitsmarkt überwunden sei. Hier bestünden in den nächsten Monaten aber noch Risiken. Einen massiven Kurseinbruch erwartet Sal. Oppenheim allerdings nicht. Der Markt habe eine markante Konjunkturabkühlung sowie den Anstieg der Inflation und der Zinsspreads bereits weitgehend eingepreist.

Für 2008 und 2009 erwarten die Experten allerdings eine Stagnation der Unternehmensgewinne. Vor allem bei zyklischen Unternehmen seien Reduzierungen der Gewinnerwartungen zu befürchten. Besonders betroffen seien hier Automobil-, Bau-, Maschinenbau- und Basischemie-Unternehmen. Auch Fluggesellschaften und Technologieunternehmen dürften unter Druck kommen, die Finanzbranche werde weiter unter der Finanzkrise leiden.

Allerdings gebe es auch Chancen: insbesondere der Versorger-Sektor sowie Unternehmen aus der Agrar- und Rohstoffbranche, Telekomtitel, Nahrungsmittelhersteller und Aktien aus dem Gesundheitssektor sollten profitieren. Speziell in Deutschland dürfte die Konsum- und Handelsbranche im Zuge des Beschäftigungsaufbaus Gewinnsteigerungen erzielen. Sal. Oppenheim sieht zudem Deutschland 2008 als die Wachstumsstütze Europas an.

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