Aktien geben nach
Nachtflugverbot macht Lufthansa zu schaffen

Die Aktien der Lufthansa sind nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts um fast fünf Prozent gefallen. Auch die Papiere des Betreibers Fraport haben an Wert verloren.
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FrankfurtDas höchstrichterliche Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen hat die Aktien von Lufthansa und Fraport am Mittwoch belastet. Die Papiere der Lufthansa weiteten nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ihre Verluste aus und fielen um bis zu 4,8 Prozent auf 10,05 Euro und waren damit zweitgrößte Dax -Verlierer. Fraport gaben im MDax 2,2 Prozent nach. Zwischen 23 Uhr und 5 Uhr seien bis zu einer Neuentscheidung des Landes keine Starts und Landungen an Deutschlands größtem Luftdrehkreuz erlaubt, urteilte das Gericht am Mittwoch in Leipzig.

„Die Entscheidung ist nicht überraschend gekommen - für die Lufthansa wiegt sie aber schwerer als für den Flughafenbetreiber Fraport“, sagte ein Händler. Die Cargo-Tochter der Fluggesellschaft hat in Frankfurt eine Frachtflotte stationiert. Einige der Flugzeuge transportierten nachts Waren nach Asien und Nordamerika.

Die NordLB beließ die Aktien von Fraport nach dem Urteil weiter auf „Halten“. Das Urteil sollte den Flughafenbetreiber vor keine allzu großen Herausforderungen stellen, schrieb Analyst Frank Schwope in einem Kommentar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wann wird das Land der Dichter und Denker endlich begreifen, dass Flughäfen und bewohnte Gebiete nicht miteinander auskommen können. Wenn sich – wie prognostiziert - das Flugaufkommen in den nächsten 20 Jahren verdoppelt, wird es weder in der Nacht noch am Tag für die Bewohner von Lärmgebieten erträglich sein. Die vor Jahren avisierten Flüsterjets sind eine Mähr. Mit der Rikscha können wir unsere Güter und Passagiere auch nicht transportieren. Die Lösung kann daher nur sein, einen Superflughafen für eine Region z.B. für die Region Rhein Ruhr / Rhein Main in ein dünn besiedeltes Gebiet zu bauen und verkehrstechnisch gut anzubinden. Die wenigen Bewohner dort müssen dann natürlich umgesiedelt werden (Rhein Braun Lösung). Wären wir das vor 10 Jahren angegangen und die zwischenzeitlichen Investitionen in die Flughäfen Frankfurt, Düsseldorf und Köln-Bonn wären da hineingeflossen, wäre das Problem längst gelöst. Statt dessen bauen wir einen neuen Flughafen in bewohntes Gebiet (BBI). Das Land der Dichter und Denker ist offensichtlich geistig stark degeneriert.

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