Aktien
Inflationsängste drücken Aktienmärkte

Hinter dem jüngsten Kursrutsch an den europäischen Börsen stehen einer aktuellen Umfrage zufolge vor allem Inflationsängste, die durch eine unklare Politik der US-Notenbank Federal Reserve geschürt worden seien.

dpa-afx FRANKFURT. Hinter dem jüngsten Kursrutsch an den europäischen Börsen stehen einer aktuellen Umfrage zufolge vor allem Inflationsängste, die durch eine unklare Politik der US-Notenbank Federal Reserve geschürt worden seien. Wie die am Montag vorgelegten Ergebnisse einer von dpa-AFX und sentix gemeinsam durchgeführten Befragung von mehr als 800 Anlegern zeigen, halten fast 58 Prozent der Privatanleger sowie 60 Prozent der institutionellen Investoren die Korrektur für berechtigt. Doch nur rund 15 Prozent beider Gruppen glauben, dass der seit Mai 2005 andauernde Haussetrend beendet ist und nun eine Baisse folgt.

Die Mehrheit sehe aber zumindest die Gefahr einer "großen" Korrektur, die grob geschätzt Kursverluste von mehr als zehn Prozent nach sich ziehen würde. Mehr als ein Viertel (rund 28 Prozent) in beiden Anlegergruppen sehe die jüngsten Kursrückschläge als Kaufgelegenheit. Aktien abbauen wollten dagegen 17 Prozent der institutionellen Anleger und 8,5 Prozent der Privatanleger.

"Das Gewitter am Aktienmarkt könnte auch Folgen für andere Anlagemärkte haben", schreibt sentix-Analyst Manfred Hübner. "Zumindest stellen sich die Anleger darauf ein. Denn unisono sehen die befragten Anleger eine Gefahr, dass die Unruhe auf andere, gut gelaufene Märkte überspringt." Besonders gefährdet seien die Aktienmärkte der Schwellenländer sowie die Rohstoffmärkte.

Wer den Kursrutsch als Kaufgelegenheit sehe, habe nun die Möglichkeit dazu. "Gelingt dem Markt kein überzeugendes Comeback durch diese Käufe, wird die zweite Welle nicht minder unangenehm", schrieb Hübner.

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