Aktien
Umfeld für Aktienmarkt 2007 'günstig'

Nach Einschätzung der Analysten von Sal. Oppenheim stellt sich das Umfeld für deutsche und europäische Aktienmärkte im kommenden Jahr außergewöhnlich günstig dar.

dpa-afx FRANKFURT. Nach Einschätzung der Analysten von Sal. Oppenheim stellt sich das Umfeld für deutsche und europäische Aktienmärkte im kommenden Jahr außergewöhnlich günstig dar. Die Weltwirtschaft wachse trotz des Abbaus der Ungleichgewichte in den USA der durch die Mehrwertsteuererhöhung zur Jahreswende zu erwartenden Konjunkturdelle in Deutschland stärker als erwartet. "In den Himmel wachsen wird der Aktienmarkt 2007 aber nicht", sagte der leitende Aktienstratege Matthias Jörss bei der Vorstellung des Kapitalmarktausblicks 2007 am Donnerstag in Frankfurt. Denn zunehmend bauten sich Korrekturrisiken auf.

Zu den Risiken zählt der Experte unter anderem mögliche weitere Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank. Zudem hätten einige Branchen wie Chemie, Stahl, Rohstoffe oder Investmentbanken den Gipfel der Gewinnentwicklung bereits erreicht. Lediglich auf Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) sei der Markt noch leicht unterbewertet - auf Basis einer Cash-Flow-Bewertung sei diese Unterbewertung mittlerweile abgebaut.

Der Leiter des Aktienresearch bei Sal. Oppenheim, Wolfgang Sawazki, sieht dennoch weiteren Spielraum für die großen Indizes. Der Dax dürfte bis Ende kommenden Jahres bis auf 6 950 Punkte steigen. Den Eurostoxx 50 sieht der Experte bei 4 400 Zählern. Kurzfristig sei nach den jüngsten Kursgewinnen aber eher mit einer Korrektur zu rechnen. Impulsgeber für den Aktienmarkt seien unter anderem die fehlende Attraktivität alternativer Anlageformen, die Einführung sogenannter Reits sowie weitere Übernahme- und Aktienrückkaufaktivitäten der Unternehmen.

Auch die Gewinne der Unternehmen werden vorraussichtlich weiter steigen, sagte Sawatzki. In den kommenden Jahren könnten Anleger europaweit mit einem Plus von sieben bis neun Prozent rechnen, prognostizierte der Experte. Diese Gewinne würden allerdings von Bilanzierungseffekten und Restrukturierungssondereinflüssen positiv beeinflusst. Zu einer positiven Ergebnisentwicklung werde auch die geplante Unternehmenssteuerreform beitragen.

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