Aktienfokus
Autowerte unter Druck

Der hohe Eurokurs und schwache Autowerte in Japan haben die Aktien der exportabhängigen Autobauer am Freitag belastet.

dpa-afx FRANKFURT. Der hohe Eurokurs und schwache Autowerte in Japan haben die Aktien der exportabhängigen Autobauer am Freitag belastet. Daimler-Chrysler-Aktien verloren gegen 12.30 Uhr am Dax-Ende 3,58 Prozent auf 42,23 Euro, während der deutsche Leitindex um 1,42 Prozent auf 5 969,11 Zähler absackte. Volkswagen-Aktien (VW) fielen um 2,18 Prozent auf 59,15 Euro. BMW verbilligten sich um 2,76 Prozent auf 41,50 Euro.

Traditionell leiden die Aktien der Autobauer laut Händlern besonders stark unter einem festen Euro, auch wenn dieser Einfluss der Währungsseite längst nicht so klar sei wie die Kursreaktionen. "Ein starker Euro erschwert den Automobil-Konzernen den Absatz im wichtigen US-Markt, weil dort die Produkte für die Verbraucher vergleichsweise teurer werden", erklärten Börsianer die Kursverluste. Zudem verlören die dort erzielten Gewinne an Wert. Wegen der verstärkten Produktion im Dollar-Raum lasse dieser Einfluss aber nach.

Der Eurokurs ist am Morgen zum ersten Mal seit einem Jahr wieder über die Marke von 1,29 Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung profitiere weiter von der Aussicht auf ein Ende der seit fast zwei Jahren anhaltenden Zinserhöhungen in den USA, sagten Marktteilnehmer. Die Spekulationen hatten durch den am Donnerstag veröffentlichten enttäuschenden Einzelhandelsumsatz im April neue Nahrung erhalten.

Hinzu kämen schwache Vorgaben der Autowerte in Japan als Belastung, ergänzten einige Börsianer. Diese seien ebenfalls von der Währungsseite unter Druck gebracht worden. Hier drücke der starke Yen auf die Stimmung.

Auch Zulieferer rutschten im Sog der Verluste im Autosektor mit nach unten. Continental-Aktien sackten um 1,98 Prozent auf 91,30 Euro ab. Händler verwiesen zusätzlich auf negative Aussagen des französischen Wettbewerbers Michelin (C.G.D.E) . Dieser hat laut Börsianern in einem Interview zwar an seinen Jahreszielen für 2006 fest gehalten, sagte aber, dass diese wegen der höheren Rohstoffpreise nun schwerer zu erreichen seien.

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