Aktienfokus
BASF von guten Zahlen und konkreterem Ausblick beflügelt

Aktien des weltgrößten Chemiekonzerns BASF BAS.ETR > haben am Donnerstagvormittag von unerwartet guten Zahlen für das erste Quartal und einem positiven Ausblick profitiert. Gegen 10.40 Uhr gewannen die Papiere 1,99 Prozent auf 68,75 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien des weltgrößten Chemiekonzerns BASF BAS.ETR > haben am Donnerstagvormittag von unerwartet guten Zahlen für das erste Quartal und einem positiven Ausblick profitiert. Gegen 10.40 Uhr gewannen die Papiere 1,99 Prozent auf 68,75 Euro. Zeitgleich legte der Leitwerteindex Dax 0,45 Prozent auf 5 995,71 Zähler zu.

"Die Zahlen übertreffen die Markterwartungen deutlich, auch der Ausblick ist positiv", sagte ein Händler in einer ersten Reaktion.

Analysten teilten diese Einschätzung. Dank des Öl- und Gasgeschäfts seien die Zahlen besser als erwartet ausgefallen, hieß es von der WestLB. Zudem habe das Unternehmen den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Lediglich die Chemiesparte habe im Auftaktquartal enttäuscht.

"Die Zahlen liegen deutlich oberhalb unserer optimistischen Prognose und der Markterwartungen", sagte Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). Das Öl- und Gasgeschäft habe den Umsatz und das operative Ergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen noch deutlicher beflügelt als von ihr vorhergesagt. Die Bereiche Kunststoffe und Veredelungsprodukte lägen ebenfalls leicht über ihrer Schätzung. Dagegen habe die Chemiesparte trotz des starken Umsatzwachstums unter Margendruck durch hohe Rohstoff- und Energiepreise gelitten. Hier sei das Ebit stärker gesunken als von ihr erwartet. Die Entwicklung der Bereiche Pflanzenschutz und Ernährung entspreche dagegen den Erwartungen.

Stegemann wies auch auf den konkretisierten Jahresausblick des Unternehmens hin. BASF erwarte nun einen deutlichen Umsatzanstieg und ein Ebit vor Sondereinflüssen über dem Vorjahreswert. Die Expertin bekräftigt die Einstufung "Outperformer" für die Aktien sowie ihr Kursziel von 72 Euro.

Für Carsten Kunold von Merck Finck & Co lagen Mengenwachstum und Preissteigerungen über seinen Erwartungen. Besonders die Chemiesparte und die Bereiche Öl und Gas hätten sich besser als prognostiziert entwickelt. Im Chemiegeschäft habe das Ebit allerdings wie erwartet unter der Schließung von Fabriken gelitten. Kunold wird nach eigenen Angaben seine Schätzungen wohl nach oben anpassen. Auch die derzeitige Einstufung "Hold" stehe auf dem Prüfstand.

Für Dennis Nacken von Helaba Trust war das Zahlenwerk von BASF überraschend positiv. "Dennoch hinterließen die Zahlen ein gemischtes Bild", sagte er. Während die Basischemie die hohen Rohstoffkosten zu spüren bekommen habe, habe die Spezialchemiesparte die höheren Bezugskostenn an den Markt weitergeben können. Die Feinchemie habe erwartungsgemäß einen Ertragsrückgang verzeichnet. Der Konzernüberschuss habe wegen geringerer Finanzierungskosten und Steueraufwendungen deutlich übe rseiner Erwartzung gelegen, so der Experte weiter. Er bestätigte seine Einstufung "Kaufen" und verwies auf das Kurspotenzial, das die Aktien noch hätten.

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