Aktienfokus
Deutsche Telekom und Premiere im Blick

Nach Pressemeldungen zum Streit um die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga stehen die Aktien der Deutschen Telekom und von Premiere am Donnerstag im Fokus.

dpa-afx FRANKFURT. Nach Pressemeldungen zum Streit um die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga stehen die Aktien der Deutschen Telekom und von Premiere am Donnerstag im Fokus. Bei Lang & Schwarz fielen Premiere-Titel vorbörslich auf 10,70 zu 11,20 Euro - am Vortag hatten sie 1,16 Prozent auf 11,30 Euro gewonnen. T-Aktien wurden bei 12,64 zu 12,70 Euro gehandelt, nach einem Vortagesplus von 2,59 Prozent auf 12,67 Euro. Der Gesamtmarkt dürfte mit leichten Kursverlusten in den Handel starten.

Im Streit um die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga ist die Deutsche Telekom einem Pressebericht zufolge offenbar zu einem Kompromiss bereit. Der Konzern würde seinen Anspruch auf die Kabel- und Satellitenrechte fallen lassen, wenn er im Gegenzug die Mobilfunk- und Namensrechte an der Bundesliga zu entsprechend günstigeren Bedingungen bekäme, meldet die "Financial Times Deutschland". Über den Preis und weitere Details hätten die Telekom und die Deutsche Fußball Liga (DFL) laut FTD am Mittwoch allerdings noch verhandelt.

Für den Bezahlsender Premiere wäre laut FTD ein Kompromiss zwischen Liga und Telekom allerdings ein herber Rückschlag. Premiere müsste dann laut dem Bericht die Hoffnung begraben, dem Großteil seiner Abonnenten doch noch Bundesligaspiele zeigen zu können.

Nach Ansicht eines Händlers sind das "sehr schlechte Nachrichten für Premiere". Ähnlich äußerte sich ein anderer Marktteilnehmer: "Das wäre ein herber Schlag für Premiere. Nun werden viele Kunden abwandern, da es nächste Saison nur über Vdsl gehen wird - und es dauert bis dieses Netz aufgebaut wird." Ein anderer Börsianer sah es ebenfalls kritisch: "Premiere muss jetzt mit den Konsequenzen des verlorenen Pokers leben. Die Verhandlungsposition der Münchener mit wem auch immer ist jetzt fast Null."

Mit Blick auf die Telekom sprach ein Händler von einem "cleveren Schachzug". Allerdings dürften sich die Nachrichten kaum auf den Kurs der T-Aktie auswirken.

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