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Allianz knapp behauptet - RAS-Übernahme und Platzierung

Allianz-Titel haben am Montag im Zuge einer Platzierung zur Finanzierung des Kaufs der Restanteile der Riunione Adriatica di Sicurta (RAS) leichter tendiert. Die Titel des Finanzkonzerns verloren bis 10.55 Uhr 0,44 Prozent auf 108,59 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Allianz-Titel haben am Montag im Zuge einer Platzierung zur Finanzierung des Kaufs der Restanteile der Riunione Adriatica di Sicurta (RAS) leichter tendiert. Die Titel des Finanzkonzerns verloren bis 10.55 Uhr 0,44 Prozent auf 108,59 Euro. Der Dax notierte gleichzeitig mit einem Plus von 0,25 Prozent auf 5 018,48 Punkten gut behauptet.

Händler sehen das Vorhaben übereinstimmend positiv. RAS sei einer der verlässlichsten Cash-Bringer des Konzerns. Zudem habe die Verschmelzung bereits für das laufende Jahr positiven Einfluss auf den Gewinn je Aktie (EPS), betonte ein Händler. Ein anderer Marktteilnehmer verwies zudem auf die Erhöhung der Dividende von 1,75 Euro im Vorjahr auf nun 2,00 Euro als positiven Einfluss.

Goldman Sachs sieht die Verschmelzung vor dem Hintergrund eines stärkeren Engagements in den wachstumsstärkeren Märkten Südeuropas positiv. Aber auch Einsparpotenzial durch Synergieeffekte sei zu erwarten, hieß es. Die Anlageempfehlung für die Allianz bestätigte Goldman Sachs mit "Outperform". Auch Merrill Lynch sieht positive Ergebniseinflüsse durch die Konzentration des Italiengeschäftes und bestätigt Allianz mit "Buy" beim Kursziel 128 Euro.

Interessant ist nach Einschätzung der Hypovereinsbank (HVB) bei den nun bekannt gewordenen strategischen Schritten der Allianz vor allem die Gründung einer Europäische Gesellschaft und die Bündelung der Versicherungsaktivitäten in einer Deutschland Holding. "Die Pläne und Synergien, die auf diesem Wege geschaffen werden können, sind spannend", sagte HVB-Analyst Lucio di Geronimo. Die Übernahme der restlichen Anteile an RAS komme insgesamt nicht überraschend. Die Transaktion mache jedoch Sinn und sei wertschaffend, mittlerweile sei der bezahlte Preis jedoch mit dem annähernd dreifachen Buchwert hoch.

Die Analysten der WestLB argumentierten in einer Studie vom Montag ähnlich. Mit einer mehr als 14prozentigen Prämie auf den durchschnittlichen Marktpreis der vergangenen sechs Monate sei der Preis oberhalb des bisherigen Rekordhochs vor allem für RAS-Aktionäre interessant. Hervorzuheben sei der starke Geschäftsverlauf der RAS im ersten Halbjahr. Mit einem Anstieg des Nettogewinnes um 18 Prozent auf 475 Mill. Euro habe man die Schätzungen in Höhe von 410 Mill. Euro deutlich übertreffen können, hieß es von den Experten.

Die Allianz hatte am Sonntag mitgeteilt, ihre italienische Tochter RAS für 5,7 Mrd. Euro vollständig zu übernehmen. Bis zu zwei Mrd. Euro würden aus dem Eigenkapital bedient, davon werde etwa eine Mrd. Euro bezugsrechtsfrei aus genehmigtem Kapital platziert. Der Gewinn je Allianz-Aktie steige mit der Transaktion leicht, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Die Verschmelzung der Allianz auf die RAS sei ein wesentlicher Baustein zur Umwandlung in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea/SE).

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