Analyse
Deutsche Bank: Schifffahrtsmärkte haben Zenit überschritten

Hamburg (dpa-AFX Broker) - Die internationale Schifffahrt hat nach Einschätzung der Deutschen Bank ihre allerbesten Jahre gerade hinter sich, doch wird in der Wachstumsbranche weiterhin sehr gut verdient.

Hamburg (dpa-AFX Broker) - Die internationale Schifffahrt hat nach Einschätzung der Deutschen Bank ihre allerbesten Jahre gerade hinter sich, doch wird in der Wachstumsbranche weiterhin sehr gut verdient. Auf den wesentlichen Märkten wird in den nächsten Jahren das Angebot an Schiffsraum etwas stärker zunehmen als die Nachfrage, teilte die Deutsche Bank Shipfinancing am Dienstag in Hamburg mit. Die Folge sei eine leicht sinkende Auslastung der Schiffe und damit ebenfalls sinkende Frachtraten, die Preise für den Schiffstransport.

Im Bereich Containerschifffahrt, in dem Deutschland die weltweit führende Position einnimmt, ist diese Entwicklung nach Ansicht der Bankexperten besonders ausgeprägt. "In diesem Jahr werden etwa 390 neue Containerschiffe abgeliefert, die 1,3 Mill. TEU (Standardcontainer) tragen können", sagte Torsten Wagner, Vorstand der Schiffshypothekenbank zu Lübeck (SHL), wo die Deutsche Bank einen Teil ihres maritimen Geschäfts gebündelt hat. Allein 50 dieser neuen Schiffe sind Containerriesen mit mehr als 7 500 TEU Tragfähigkeit.

Die weltweite Kapazität der Containerschiffe steigt damit um 14 bis 15 Prozent, während die Nachfrage nur um zehn bis elf Prozent wachsen soll. "Das führt uns ganz klar zu dem Standpunkt, dass die Auslastungsrate der Containerschiffsflotte merkbar abnehmen wird", sagte Wagner. Zudem werde der Schifffahrtsboom auch dazu führen, dass die weltweiten Werft-Kapazitäten zwischen 2004 und 2010 um mehr als 50 Prozent wachsen. Das sei aber nicht Besorgnis erregend, da zum einen die Werften noch für mindestens drei Jahre ausgelastet seien und die größere Welthandelsflotte auch mehr Reparaturkapazitäten benötige.

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