Analyse
dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen in der Woche vom 29.09

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 29.09. bis zum 03.10.2008:

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 29.09. bis zum 03.10.2008:

Montag

Arcandor AG

Frankfurt - Independent Research hat das Kursziel für die Aktie von Arcandor nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung von 8,50 auf 6,00 Euro (aktueller Kurs: 1,87 Euro) gesenkt. Die Aktie wurde zugleich mit "Kaufen" bestätigt. "Das Volumen der Kapitalerhöhung ist auf den ersten Blick betrachtet nicht sehr groß," urteilte Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie am Montag. "Dennoch werten wir diesen Schritt positiv, zumal sich der finanzielle Spielraum dadurch teilweise verbessert." Der Verwässerungseffekt sei in seinen Prognosen aber noch nicht berücksichtigt worden.

Deutsche Bank AG

London - Morgan Stanley hat das Kursziel für Aktien der Deutschen Bank von 62 auf 60 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Die Einstufung der Aktien bleibe mit Blick auf die Finanzierung der Beteiligung an der Postbank verhalten, schrieb Analyst Huw Vansteenis in einer Studie vom Montag. Insbesondere die hohe Quote zwischen Fremd- und Eigenkapital sowie die Abhängigkeit von den Anleihe-, Devisen- und Rohstoffmärkten hinterlasse deutliche Risiken. Die Aktien seien mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis 2009 von 7,5 zwar nicht zu teuer, er sehe aber keinen Grund zum Einstieg.

Hypo Real Estate

Frankfurt - Die Commerzbank hat die Aktie der Hypo Real Estate (HRE) von "Buy" auf "Reduce" gesenkt. Das Kursziel für die Aktie des Immobilienfinanzierers von bislang 20 Euro (aktueller Kurs: 4,71 Euro) werde überarbeitet, schrieb Analyst Michael Dunst in einer Studie am Montag. Hintergrund ist, dass die "Financial Times Deutschland" am Sonntagabend berichtet hatte, der HRE drohe wegen milliardenschwerer Refinanzierungsprobleme der Tochter Depfa der Kollaps und sich dies am Montagmorgen bewahrheitet hatte. Spontan schnürten mehrere deutsche Banken und der Bund ein milliardenschweres Rettungspaket. Als Konsequenz müsse die Hypo Real Estate Vermögenswerte verkaufen und erhebliche Abschreibungen vornehmen. "Außerdem wird es für 2008 keine Dividende geben", kommentierte Dunst.

Hypo Real Estate

Frankfurt - Die Dresdner Kleinwort (Dkib) hat die Hypo Real Estate nach einer Notrettung durch den Bankensektor von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Ob diese Maßnahmen dafür ausreichen, dass die Hypo Real ein existenzfähiges Unternehmen bleibe, müsse sich noch zeigen, schrieb Analyst Stefan-Michael Stalmann in einer Studie vom Montag. Das Kursziel von bislang 24 Euro stellte der Experte unter Beobachtung.

Koenig & Bauer AG

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Koenig & Bauer nach einer Gewinnwarnung von 26 auf 13 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Nicht die Warnung an sich sei wirklich überraschend, sondern vielmehr ihr Ausmaß, schrieb Analyst Bastian Synagowitz in einer Studie vom Montag. Die strukturellen Probleme im Druckmaschinensektor seien unverändert vorhanden. Zusätzliche Aufwendungen dürften durch die geplanten Kapazitätsreduktionen entstehen. Zudem habe das Unternehmen auch auf eine nachlassende Nachfrage im Bereich Web & Special Press hingedeutet.

Premiere AG

London - Goldman Sachs hat das Kursziel für Premiere von 13,88 auf 12,82 Euro gesenkt und die Empfehlung auf "Neutral" belassen. Gründe für die Zielreduzierung seien der sich verschlechternde konjunkturelle Ausblick sowie die Finanzmarktkrise, durch die sich die Situation bei Medien-Unternehmen mit hoher Verschuldung zunehmend verschlimmere, schrieb Analyst Richard Jones in einer am Montag vorgelegten Branchenstudie. Bei Premiere rechnet der Analyst nun nur noch mit einem Anstieg des durchschnittlichen Umsatzes je Kunde (Arpu) von 13 (zuvor: 16) Prozent in 2009, das Netto-Plus bei den Neukunden wird bei 145 000 und 500 000 in 2009 und 2010 gesehen nach zuvor 250 000 und 700 000.

Prosiebensat1

London - Goldman Sachs hat Pro Sieben Sat Eins von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 7,93 auf 6,30 Euro gesenkt. Gründe seien der sich verschlechternde konjunkturelle Ausblick sowie die Finanzmarktkrise, durch die sich die Situation bei Medien-Unternehmen mit hoher Verschuldung zunehmend verschlimmere, schrieb Analyst Richard Jones in einer am Montag vorgelegten Branchenstudie. Bisher hätten die Analysten die Aktien in dem Sektor aus Bewertungsgründen bevorzugt, die Erwartungen seien aber nicht aufgegangen. Die geringeren Erwartungen für die Werbeeinnahmen stimmten die Analysten nun skeptischer.

Salzgitter AG

London - Die Citigroup hat das Kursziel für Salzgitter von 200 auf 145 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Analyst Johan Rode senkte in einer Sektorstudie vom Montag seine kurz- und mittelfristigen Stahlpreiserwartungen. Zudem könnten die Margen unter Druck geraten, da 2009 weitere Rohstoffpreisanstiege möglich seien. Zudem könnte sich ein Nachfragerückgang auf dem Automobilmarkt negativ auswirken. Produzenten von Kohlenstoffstahl würden derzeit gegenüber Herstellern von Edelstahl bevorzugt. Grund sei die Erwartung steigender Nickelpreise.

Thyssen-Krupp AG

London - Die Citigroup hat das Kursziel für Thyssen-Krupp von 50 auf 37 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Analyst Johan Rode senkte in einer Branchenstudie vom Montag seine kurz- und mittelfristigen Stahlpreiserwartungen. Zudem könnten die Margen unter Druck geraten, da 2009 weitere Rohstoffpreisanstiege möglich seien. Zudem könnte sich ein Nachfragerückgang auf dem Automobilmarkt negativ auswirken. Produzenten von Kohlenstoffstahl würden derzeit gegenüber Herstellern von Edelstahl bevorzugt. Grund sei die Erwartung steigender Nickelpreise.

Thyssen-Krupp AG

London - Merrill Lynch hat Thyssen-Krupp auf "Buy" mit dem Kursziel 54,00 Euro belassen. Der Stahlkocher sei in einer guten Position, um 2009 von der Erholung der Preise zu profitieren, hieß es in einer Branchenstudie vom Montag. Das Unternehmen verhandle aktuell über neue Lieferverträge. Zahlreiche Kunden hätten Preiserhöhungen eingewilligt.

Dienstag

Arcandor AG

Frankfurt - Cheuvreux hat die Empfehlung für Arcandor auf "Underperform" und das Kursziel auf 3,00 Euro belassen. Die Kapitalerhöhung und der Einstieg der Privatbank Sal. Oppenheim änderten nichts an seiner Einschätzung für den Warenhaus- und Touristikkonzern, schrieb Analyst Jürgen Kolb in einer Studie vom Dienstag. Mit Blick auf die Wertschöpfung bei Arcandor gab sich der Experte skeptisch.

Commerzbank AG

Frankfurt - Cheuvreux hat die Aktie der Commerzbank von "Outperform" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel auf 15 Euro belassen. Das Scheitern des US-Rettungsplans führe zu erhöhten Risiken für das gesamte Finanzsystem, schrieb Analyst Joachim Müller in einer Studie vom Dienstag. Der Experte gab sich zwar zuversichtlich mit Blick auf Finanzierung, Kapital- und Liquiditätsposition bei der Commerzbank. Die Unsicherheiten am Markt seien derzeit aber einfach zu hoch, um in den Titel zu investieren. Es bestehe die Gefahr eines Domino-Effekts.

Daimler AG

London - Merrill Lynch hat Daimler auf "Neutral" mit dem Kursziel 40,00 Euro belassen. Die Bewertung der Aktien des Autobauers sei niedrig aber noch nicht ausgesprochen günstig, schrieb Analyst Harald Hendrikse in einer Studie vom Dienstag. Da viele Autos finanziert werden müssten, sei die Automobilbranche direkt von der Kreditkrise und möglichen höheren Refinanzierungskosten betroffen. Vor diesem Hintergrund sei es fraglich, ob Daimler den Aktienrückkauf wie geplant vollziehen werde.

Deutsche Lufthansa AG

Frankfurt - Sal. Oppenheim hat Lufthansa nach einer Einigung der Alitalia-Pilotengewerkschaft mit der Auffanggesellschaft CAI auf "Buy" mit einem fairen Wert von 21,10 Euro belassen. Eine mögliche Übernahme von circa 20 Prozent an der italienischen Fluggesellschaft durch die Lufthansa sei nun gut möglich, schrieb Analyst Hartmut Moers in einer Studie vom Montag. Ein Einstieg biete eine sehr gute Gelegenheit für die deutsche Luftfahrtgesellschaft, ihre strategische Position zu verbessern und Wert zu schaffen. Kritisch bleibe das mit weiteren Gewerkschaftsaktionen verbundene Risiko. Eine Kursreaktion dürfte daher zunächst begrenzt ausfallen.

Deutsche Post AG

London - Merrill Lynch hat Deutsche Post mit "Underperform" beim Kursziel 15,00 Euro je Aktie wieder aufgenommen. Angesichts der wirtschaftlichen Probleme sei ein großer Abschlag in den Bewertungen vorzunehmen, schrieb Analystin Samantha Gleave in einer Studie vom Dienstag. Zudem besitze die KFW noch 30,5 Prozent der Anteile, was einen möglichen Verkaufsüberhang bedeute.

Deutsche Telekom AG

London - Goldman Sachs hat Deutsche Telekom von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und die Aktie auf die "Pan-Europe Conviction Buy List" gehoben. Das Kursziel beließ Analyst Simon Weeden in einer am Dienstag vorgelegten Studie bei 14,00 Euro. Positiv seien die Bestätigung der Ziele für 2008 durch den Telekomkonzern und auch die attraktive Dividendenrendite von mehr als 7,5 Prozent. Hinzu kämen auch die Initiativen zur Kostenkontrolle in Deutschland und der für 2009 erwartete Beitrag von Suncom in den USA.

Eon AG

Frankfurt - Landsbanki Kepler hat das Kursziel für Eon von 57 auf 44 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Markt habe im momentanen Umfeld keinen Blick für die langfristige Attraktivität des Titels, schrieb Analyst Ingo Becker in einer Studie vom Dienstag. Das laufende Investitionsprogramm mache die langfristigen Aussichten noch besser.

Hypo Real Estate Holdings AG

London - Die Citigroup hat die Einstufung für Hypo Real Estate auf "Sell" mit einem Kursziel von 17,00 Euro belassen. Derzeit sei nicht bekannt, welche Kosten die Notfinanzierung der Bank verursache und ob für die Aktionäre Gewinne übrig blieben, schrieb Analyst Kiri Vijayarajah in einer Studie vom Dienstag. Der hohe Verschuldungsgrad der Bank sei ein Problem. Besonders wenn andere Refinanzierungsquellen nicht mehr zugänglich seien.

ING Groep N.V.

London - Die Citigroup hat die Einstufung für ING Groep auf "Hold" mit einem Kursziel von 25,00 Euro belassen. ING komme als möglicher Käufer von ABN-Amro-Sparten in Frage, schrieb Analyst Wiliam Elderkin in einer Studie vom Dienstag. Allerdings sei es angesichts der strategischen Positionierung der ING keineswegs ein unbedingt notwendiger Kauf.

SAP AG

London - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für SAP auf "Buy" und das Kursziel auf 54,00 Euro belassen. Das Softwareunternehmen profitiere vom anhaltenden Ausbau der IT-Infrastruktur in den Schwellenländern, schrieb Analyst Mark Bryan in einem Kommentar am Dienstag. Außerdem werde sich die jüngste Erholung des US-Dollars für SAP positiv in der Bilanz niederschlagen.

Siemens AG

Frankfurt - Sal. Oppenheim hat die Einstufung für Siemens auf "Neutral" und den fairen Wert auf 90 Euro belassen. Die Einmal-Belastungen im vierten Geschäftsquartal fielen höher als erwartet aus und seien eine negative Überraschung, schrieb Analyst Frank Rothauge in einer Studie vom Dienstag. Auch wenn das operative Geschäft nach wie vor gut laufe, werde der Konzern weiterhin wohl eher mit negativen als mit positiven Nachrichten zu rechnen haben.

Wacker Chemie AG

London - Die Citigroup hat die Aktien von Solarworld , Q-Cells und Wacker Chemie nach Entscheidungen zu Einspeisungstarifen und Subventionen in Spanien und in den USA mit "Buy" bestätigt. Die Ziele des spanischen Staates zum Ausbau der Solarenergie hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen. "Der Tarif selbst liegt mit 0,32 bis 0,34 Euro je Kilowattstunde etwas höher als erwartet", schrieben die Analysten in einer Branchenstudie am Dienstag.

Mittwoch

Adva AG Optical Networking

London - Goldman Sachs hat Adva Optical Networking von der "Pan-Europe Buy List" gestrichen und die Aktien des Glasfaser-Spezialisten von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Sein Kursziel nahm Analyst Tim Boddy in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie von 3,00 auf 1,70 Euro zurück. Wie die Ergebnisse und Gewinnwarnungen bei Wettbewerbern gezeigt haben, verschlechtert sich laut Boddy der kurzfristige Ausblick für den Sektor. Er senkte seine Erwartungen für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) für 2008 und 2009 aufgrund des hohen Anteils an Fixkosten. Zudem sei die Chance einer Übernahme gesunken.

Anglo American

London - Goldman Sachs hat Anglo American auf die "Pan-Europe Conviction Buy List" gesetzt, das Kursziel aber gleichzeitig von 4 509 auf 3 284 Pence gesenkt. Die Einstufung ließ Analyst Peter Mallin-Jones in einer Studie vom Mittwoch auf "Buy". Der Titel biete das beste Verhältnis zwischen fundamentalem Aufwärtspotenzial und Risiko bei einer harten Landung der Wirtschaft. Grund sei das ausgeglichene Rohstoffportfolio. Zudem sei momentan eine gute Kaufgelegenheit, nachdem der Kurs zu sehr unter der politischen Entwicklung in Südafrika gelitten habe.

Deutsche Bank AG

London - Die Deutsche Bank gehört nach der Einschätzung von Jpmorgan zu jenen Banken Europas mit besonders hohem zusätzlichen Abschreibungsbedarf im zweiten Halbjahr 2008. Nach Lloyds (inklusive Hbos), deren zusätzlicher Abschreibungsbedarf sich vor Steuern auf 5,7 Mrd. Euro belaufen dürfte, folge bereits die Deutsche Bank, schrieben die Experten in einer Studie zu europäischen Groß- und Investmentbanken am Mittwoch. Für die nach Marktkapitalisierung größte deutsche Bank erwarten sie ein weiteres Abschreibungsvolumen vor Steuern von 4,5 Mrd. Euro. Das Anlageurteil lautet "Underweight" mit einem Kursziel von 48,70 Euro (aktueller Kurs: 49,300 Euro).

Fortis

London - Die Citigroup hat das Kursziel für Fortis von 10,00 auf 4,50 Euro mehr als halbiert und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die Zielsenkung resultiere aus der Kapitalspritze für die Bank seitens der Benelux-Staaten, schrieb Analyst Kiri Vijayarajah in einer Studie vom Mittwoch. Unter den Banken in den Benelux-Ländern bevorzugt er die KBC.

General Electric CO

NEW York - Die Deutsche Bank hat das Ziel für die Aktien von General Electric (GE) von 28 auf 26 Dollar gesenkt und die Einschätzung der Titel des Mischkonzerns auf "Hold" belassen (aktueller Kurs: 23,65 Dollar). Die Gewinne dürften auch 2009 weiter zurückgehen, schrieb Analyst Nigel Coe in einer Studie vom Mittwoch. Der Experte verwies auf die schwierigere Lage an den Kreditmärkten.

Infineon Technologie

Frankfurt - Die Commerzbank hat Infineon von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, aber das Kursziel von 5,20 auf 4,90 Euro gesenkt. Die Vortagesverluste seien trotz der Spekulationen, dass Micron Technology sich statt an der Infineon-Tochter Qimonda an deren Konkurrenten Hynix beteiligt, überzogen gewesen, schrieb Analyst Thomas Becker in einem Kommentar am Mittwoch. Selbst die Schließung der Speicherchip-Tochter würde den Halbleiter-Hersteller nur etwa 0,65 Euro je Aktie kosten.

Microsoft Corp

London - Merrill Lynch hat Microsoft von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 30,00 Dollar belassen. Der geplante Aktienrückkauf im Volumen von 40 Mrd. Dollar verbessere den Gewinn je Aktie bei dem Softwarekonzern, schrieben die Analysten in einer Studie am Mittwoch. Bei einer Verteilung über fünf Jahre rechne er für 2009 mit einem Plus von 16 Prozent. Sollte Microsoft die Transaktion innerhalb zweier Jahre beenden, werde das Plus voraussichtlich bei 19 Prozent liegen.

Salzgitter AG

London - Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien von Salzgitter von 188 auf 122 Euro gesenkt, die Empfehlung aber auf "Buy" belassen. Analyst Peter Mallin-Jones lobte in einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenstudie die starke Bilanz des Stahl-Unternehmens. Aufgrund der gebremsten Nachfrage senkte er aber seine Stahlpreis-Prognosen für 2009 um neun Prozent. Mittelfristig werde jedoch die Kapazitätsauslastung in der globalen Stahlindustrie hoch bleiben.

Unicredit SPA

London - Goldman Sachs hat die Unicredit von der "Pan-Europe Conviction Buy List" gestrichen, die Einstufung aber auf "Buy" mit einem Kursziel von 5,50 Euro belassen. Fundamental betrachtet berge der Titel weiterhin Wert, die Kursentwicklung im Sektor sei jedoch losgelöst von Fundamentaldaten, schrieb Analyst Jernej Omahen in einer Studie vom Mittwoch.

Donnerstag

Beiersdorf AG

London - Morgan Stanley hat Beiersdorf von "Equal-weight" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 53 auf 38 Euro gesenkt. Die Margen dürften in diesem Jahr schrumpfen und auch im Jahr 2009 sei eine Steigerung wohl nicht zu erwarten, schrieb Analyst Mark Christensen in einer Studie vom Donnerstag. In Wachstum zu investieren sei zwar der richtige Weg, allerdings seien die geplanten Investitionen des Konsumgüterkonzerns von einem solchen Ausmaß, dass mit einer Gewinnerholung vor 2010 nicht zu rechnen sei. Die derzeitige Prämienbewertung könne daher nicht beibehalten werden. Christensen rät Anlegern Kapital in das Papier vom Konkurrenten Henkel umzuschichten.

Daimler AG

Frankfurt - Die Commerzbank hat Daimler nach Aussagen von Finanzvorstand Bodo Uebber auf dem Pariser Autosalon von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 54 auf 36 Euro gesenkt (aktueller Kurs: 32,28 Euro). Uebber habe den Markt bereits auf die nächste Gewinnwarnung vorbereitet, die der Autohersteller wohl zusammen mit den Quartalszahlen am 23. Oktober veröffentlichen wird, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Donnerstag.

Eon AG

London - Merrill Lynch hat Eon von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und die Aktien von der "Europe 1 list" gestrichen. Sein Kursziel für die Aktien des Versorgers nahm Analyst Simon Flowers in einer Studie vom Donnerstag von 55,00 auf 41,00 Euro zurück. Die Abstufung erfolge aufgrund der Schätzungen für einen niedrigeren Ölpreis. Zudem habe Eon ein starkes Engagement in Russland, was angesichts der erwarteten Energiepreissenkungen als negativer Faktor zu bewerten sei.

Ericsson

London - Goldman Sachs hat Ericsson von "Neutral" auf "Sell" heruntergestuft und das Kursziel von 71,00 auf 58,00 schwedische Kronen gesenkt. Die teilweise von der Erholung des Dollar getriebene überdurchschnittliche Kursentwicklung der vergangenen Monate habe zu einem Bewertungsaufschlag geführt, der wichtige Risiken außer Acht lasse, schrieben die Analysten in einer Branchenstudie am Donnerstag. So sei beispielsweise der Ausblick für die Schwellenländer in einem Wirtschaftsabschwung höchst verwundbar. Die Goldman-Experten rechneten nicht mit einer schnellen Erholung des Marktes für Telekom-Technologie. Daher hätten sie ihre Gewinnprognosen für 2008 und 2009 im Branchenschnitt um 15 beziehungsweise 18 Prozent gekürzt.

Heidelberger Druckmaschinen AG

Frankfurt - Die Commerzbank hat Heidelberger Druck auf "Sell" und das Kursziel auf 9,00 Euro belassen. Wegen des sich weiter verschlechternden geschäftlichen Umfeldes auch nach der Drupa-Fachmesse werde der Druckmaschinenhersteller für das zweite Geschäftsquartal 2008/09 wohl einen Verlust von 20 Mill. Euro ausweisen, schrieb Analyst Dirk Nettling in einer Studie vom Donnerstag. Die für Anfang November erwarteten Gesamtjahresziele dürften deutlich unter den Marktschätzungen und auch unter seinen bisherigen Prognosen liegen.

Infineon Technologie

London - Jpmorgan hat die Einstufung für die Aktien von Infineon Technologies vor Zahlen auf "Overweight" und das Kursziel auf 8,00 Euro belassen. Der Chip-Hersteller werde seine Umsatzziele für die Sparte COM im gerade abgelaufenen Quartal voraussichtlich übertreffen, schrieben die Analysten in einer Studie am Donnerstag. Ihre Einschätzung beruhe auf Daten aus Asien. Außerdem gehen sie von steigenden Lieferzahlen für das iphone im kommenden Jahr aus. Sie hoben deshalb ihre Gewinn- und Umsatzprognose für die Sparte für 2009 an.

K & S AG

London - Merrill Lynch hat das Kursziel für die Aktien von K+S von 110,00 auf 75,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Langfristig sei mit niedrigeren Düngemittelpreisen zu rechnen, da die Kosten für den Bau von Düngemittelfabriken und Minen deutlich abgenommen hätten, schrieb Analyst Nik Oliver in einer Studie vom Donnerstag. Der Markt habe aber schon einen Preisverfall von etwa 50 Prozent bei den Düngemittelpreisen im kommenden Jahr eingepreist. K+S habe eine solide Bilanzstruktur und sei mit einer Dividendenrendite von 10,9 Prozent derzeit attraktiv bewertet.

Unicredit SPA

Mailand - Cheuvreux hat Unicredit auf "Underperform" mit dem Kursziel 3,20 Euro belassen. Gerüchte am Markt, Santander könne Unicredit übernehmen seien unglaubwürdig, schrieb Analyst Carlo Tommaselli in einer Studie vom Donnerstag. Die italienische Regierung dürfte solch eine Übernahme nicht zulassen. Angesichts der Kapitalknappheit dürfte eine Erholung der Aktien aber nur von kurzer Dauer sein.

Volkswagen AG

MÜNchen - Die Unicredit hat Aktien von Volkswagen (VW) nach einer Präsentation von Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch auf dem Pariser Autosalon auf "Sell" mit dem Kursziel 138 Euro belassen. Im Gegensatz zur vorsichtigeren Konkurrenz habe sich Pötsch für die Geschäftsjahre 2008 bis 2010 erneut zuversichtlich gegeben, schrieb Analyst Christian Aust in einer Studie vom Donnerstag. Auch wenn die Marktentwicklung es schwieriger machen werde, die Ziele zu erreichen, seien die Prognosen für die Jahre 2008 bis 2010 bestätigt worden.

Freitag

Adobe Systems INC

NEW York - UBS hat Adobe Systems von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 46 auf 34 Dollar gesenkt. Analystin Heather Bellini zeigte sich in einer Studie vom Freitag weiter besorgt um die neue Version des Programms Adobe Photoshop CS4. Die Ausgaben für Werbung hätten sich dramatisch abgeschwächt und dürften die Arbeitsplätze in der Branche beeinflussen.

Conergy AG

London - Die UBS hat das Kursziel für Conergy von 8,20 auf 4,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Conergy hänge stark von einer Erholung der Kredit- und Aktienmärkte ab, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Freitag. Sollte die Finanzkrise weitergehen, liege es an den Großaktionären, die nötige Liquidität bereitzustellen. Anderenfalls laufe das Solarunternehmen Gefahr, in die Insolvenz zu schlittern.

Credit Suisse Group AG

London - Goldman Sachs hat Credit Suisse von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 58 auf 70 Schweizer Franken angehoben. Der Geschäftsbereich Vermögensmanagement sei gut positioniert, um die Kreditkrise zu überstehen, schrieben die Experten in einer Studie vom Freitag. In einer freundlicheren Wettbewerbsumgebung sollten die Kapitalzuflüsse weiter steigen.

Morgan Stanley

NEW York - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Morgan Stanley von 39 auf 32 Dollar gesenkt und die Einschätzung auf "Hold" belassen. Trotz einer Kapitalspritze des japanischen Finanzkonzerns Mitsubishi UFJ von neun Mrd. Dollar seien die Erträge unsicher, schrieben die Analysten in einer Studie vom Freitag. Das Management sehe zudem kurzfristig weitere Herausforderungen.

MPC Muenchmeyer Petersen Capital

MÜNchen - Die Unicredit hat die Aktien von MPC Münchmeyer Petersen Capital nach einer Gewinnwarnung des Fondsanbieters von "Buy" auf "Hold" abgestuft. In einer Studie vom Donnerstag kappte Analyst Bernd Müller-Gerberding zudem das Kursziel von 43 auf 12 Euro. Für den Rest des Jahres sei nur eine sehr moderate Verbesserung des Platzierungsvolumens realistisch. Die Streichung der Dividende sei eine große Enttäuschung und werfe Fragen zur weiteren Dividendenpolitik von MPC auf.

UBS AG

London - Die Deutsche Bank hat UBS von "Hold" auf "Buy" angehoben, das Kursziel aber von 31 auf 30 Schweizer Franken gesenkt. Die ersten Indikationen auf den Geschäftsverlauf im dritten Quartal seien eine positive Nachricht gewesen, so die Analysten in einer Studie vom Freitag. Da die UBS mit einem kleinen Gewinn im dritten Quartal rechne, könnten Anleger davon ausgehen, dass die größten Abschreibungen vorüber seien. Das gesenkte Ziel biete immer noch ein Aufwärtspotenzial von rund 50 Prozent.

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