Analyse
dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen vom 21.12.2009

Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 21.12.2009

dpa-afx FRANKFURT. Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 21.12.2009

Adidas

Frankfurt - Cheuvreux hat Adidas nach einem Zeitungsinterview mit dem Vorstandsvorsitzenden Herbert Hainer auf "Outperform" mit einem Kursziel von 42,50 Euro belassen. Hainers Aussagen klängen positiv und bestätigten einige der wichtigsten Annahmen für seine Einschätzung des Titels, schrieb Analyst Jürgen Kolb in einer Studie vom Montag. Anhaltende Verbesserung des Working Capital und der Schuldenabbau dürften bis Ende 2010 zur qualitativ besten Bilanz bei dem Sportartikelhersteller seit dem Börsengang führen. Auch dürfte der Konzerntochter Reebok die Trendwende gelungen sein.

Adidas

MÜNchen - Merck Finck hat Adidas nach Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden Herbert Hainer über die Entwicklung im Jahr 2010 auf "Buy" belassen. Dass Adidas und Reebok im kommenden Jahr wachsen sollen, bestätige die von ihm erwartete Trendwende bei Reebok, schrieb Analyst Robert Greil in einer Studie vom Montag. Zudem dürfte sich auch die Einstellung von 1 700 Verkaufsmitarbeitern und der parallele Abbau von 1 500 Stellen in der Verwaltung positiv bemerkbar machen. Dieser Schritt sollte sich 2010 zur Fußball-WM auszahlen.

AIR France-KLM

MÜNchen - Unicredit hat das Kursziel für Air France-KLM nach den letzten Verkehrzahlen von 9,00 auf 11,50 Euro erhöht, die Einstufung jedoch auf "Hold" belassen. Zwar seien die Umsätze im Passagier- und Cargobereich weiterhin rückläufig, verglichen mit dem starken Einbruch im zweiten Quartal stiegen die Gewinne der Fluglinie aber allmählich von Monat zu Monat, schrieb Analyst Uwe Weinreich in einer am Montag veröffentlichten Studie. Die meisten negativen Fundamentalwerte seien mittlerweile im Aktienkurs berücksichtigt und auch die Abwärtskorrekturen dürften ein Ende haben.

Barclays

London - Die Deutsche Bank hat Barclays nach der angestoßenen Diskussion neuer Eigenkapitalvorschriften für europäische Banken (Basel III) auf "Buy" mit einem Kursziel von 400,00 Pence belassen. Wenngleich es noch reichlich Diskussionen über die geplanten neuen regulatorischen Vorschriften geben werde, dürften die Kapital- und Liquiditätsanforderungen steigen, schrieb Analyst Jason Napier in einer Branchenstudie vom Montag. Seine momentanen Prognosen rechtfertigten dennoch eine positive Einstellung den britischen Banken gegenüber, vor allem aufgrund gesunkener Kreditausfälle. Solange jedoch keine Einzelheiten zu den neuen Regeln bekannt seien, dürfte er Markt zurückhaltend bleiben. Der Titel bleibe ein "Top Pick".

Bilfinger Berger

DÜSseldorf - Das Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Bilfinger Berger nach der Zustimmung der Europäischen Kommission zur Übernahme des Industrie- und Kraftwerksdienstleisters MCE von 59,00 auf 66,00 (Kurs: 52,00) Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Nach der Genehmigung sei der Risikoabschlag von zehn Prozent auf die durchschnittliche Sektorbewertung nicht mehr erforderlich, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Montag.

Bilfinger Berger

Hambrug - M.M. Warburg hat Bilfinger Berger nach der Zustimmung der Europäischen Kommission zur Übernahme des Industrie- und Kraftwerksdienstleister MCE auf "Hold" mit einem Kursziel von 51,00 Euro belassen. Die Transaktion werde nun noch im laufenden Jahr 2009 abgeschlossen, schrieb Analyst Ralf Dibbern in einer Studie vom Montag. Einen Grund für eine Änderung der Bewertung gebe es nicht, da MCE bereits in sein Modell eingearbeitet sei.

Bouygues

Paris - Die Societe Generale (Socgen) hat das Kursziel für Bouygues nach der Zuteilung einer Mobilfunklizenz an Iliad von 37,00 auf 35,00 Euro gesenkt, die Einstufung jedoch auf "Hold" belassen. Grund für die Kurszielsenkung sei die Nachricht über den Eintritt eines vierten Mobilfunkanbieters in den französischen Markt, schrieb Analyst Thierry Cota in einer Studie vom Montag. Diese habe zu Bewertungskorrekturen bei den bestehenden Telekommunikationsnbietern geführt.

Bwin Interactive Entertainment

London - Goldman Sachs hat das Kursziel für Bwin Interactive Entertainment nach guten Quartalsergebnissen von 44,00 auf 54,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Sportwetten-Anbieter sei gut aufgestellt und dürfte seine Wettbewerber dank seiner dominanten Stellung im europäischen Sportwettengeschäft weiterhin schlagen, schrieb Analystin Karen Hooi in einer Studie vom Montag. Bwin sei im Begriff, seine Margen zu verbessern.

Continental

DÜSseldorf - Das Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Continental nach der Einigung über die Refinanzierung der Kredite von 41,00 auf 40,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Die Nachricht sei keine große Überraschung, nachdem in der Vorwoche bereits im Markt Gerüchte über eine Einigung des Autozulieferers mit den Banken zu hören waren, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Montag. Die Kurszielsenkung sei keine Folge der operativen Veränderung, sondern resultiere lediglich aus Änderungen im Bewertungsmodell.

Continental

Hamburg - M.M. Warburg hat Continental nach der Einigung mit den Banken über die Refinanzierung in Höhe von 2,5 Mrd. Euro auf "Sell" mit einem Kursziel von 25,00 Euro belassen. Diese Maßnahme und die für 2010 geplante Kapitalerhöhung mit einem Volumen von einer Mrd. Euro seien lediglich ein erster Schritt zur Sicherung der Zukunft des Automobilzulieferers und Reifenherstellers, schrieb Analyst Marc-Rene Tonn. Der Analyst äußerste sich jedoch vorsichtig und gab zu bedenken, dass maximal 31,3 Mill. Aktien emittiert werden dürften, falls Schäffler eine 75-prozentige Stimmenmehrheit behalten wolle. Dies bedeute aber, dass die neuen Aktien 31,95 Euro kosten müssten, ein Abschlag von nur 14,6 Prozent auf das momentane Kursniveau. Dies erscheine sehr wenig.

Deutsche Bank

DÜSseldorf - Die WestLB hat Aktien der Deutschen Bank nach einer Investorenveranstaltung auf "Add" mit einem Kursziel von 59,00 Euro belassen. Analyst Georg Kanders hob in einer Studie vom Montag seine Nettogewinnprognosen für 2010 und 2011 um 7,3 respektive 2,1 Prozent an. Die Risikovorsorge in der Investmentbanking-Sparte dürfte 2010 niedriger ausfallen als zuvor erwartet und es könne zudem nach der Übernahme von Geschäftsteilen von ABN Amro im Segment Global Transaction Banking ein negativer Firmenwert aktiviert werden. Vorsichtig äußerte sich der Analyst bezüglich des für 2011 avisierten Vorsteuergewinnziels von zehn Mrd. Euro. Kanders prognostiziert 8,247 Mrd. Euro.

Deutsche Telekom

MÜNchen - Merck Finck hat Aktien der Deutschen Telekom nach wettbewerbsrechtlichen Bedenken der britischen Regulierungsbehörde Ofcom über das geplante Joint Venture von T UK-Mobile und Orange UK auf "Sell" belassen. Trotz der Bedenken könne die Ofcom das Joint Venture nicht untersagen, schrieb Analyst Theo Kitz in einer Studie vom Montag. Die vorgelegte Studie diene lediglich als Entscheidungsgrundlage für die Europäische Union, deren Zustimmung der Telekommunikationskonzern in der ersten Hälfte 2010 erwarte.

France Telecom

Paris - Die Societe Generale (Socgen) hat das Kursziel für France Telecom nach der Zuteilung einer Mobilfunklizenz an Iliad von 23,00 auf 21,50 Euro gesenkt, die Einstufung jedoch auf "Buy" belassen. Grund für die Kurszielsenkung sei die Nachricht über den Eintritt eines vierten Mobilfunkanbieters in den französischen Markt, schrieb Analyst Thierry Cota in einer Studie vom Montag. Diese habe zu Bewertungskorrekturen bei den bestehenden Telekommunikationsanbietern geführt.

Intercell

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Intercell nach dem Abschluss einer strategischen Partnerschaft mit Glaxosmithkline zur Vermarktung seiner nadelfreien Impf-Pflaster von 36,00 auf 39,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das österreichische Biotechnologieunternehmen könnte eine größere Gewinnbeteiligung aus dem Verkauf von Impfpflastern gegen Reisedurchfall erhalten als zuvor erwartet, schrieb Analyst Gunnar Romer in einer Studie vom Montag. Auch sei seine Zuversicht für das noch in der Entwicklung befindliche Impf-Pflaster gegen pandemische Grippe gestiegen.

London Stock Exchange

London - Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien der London Stock Exchange (LSE) nach Einführung der neuen Gebührenstruktur für britische Aktien von 1 000,00 auf 920,00 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Die Halbjahresergebnisse hätten gezeigt, dass die Einbußen aufgrund der neuen Gebührenstruktur höher ausgefallen seien als vom Börsenbetreiber prognostiziert, schrieb Analyst Chris Turner in einer Studie vom Montag. In der Kurszielabsenkung spiegelte sich die jüngste Entwicklung der Handelsvolumina und des Marktanteils von LSE wider.

Pfeiffer Vacuum

Frankfurt - Cheuvreux hat die Aktien von Pfeiffer Vacuum von "Outperform" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 55 auf 54 (Kurs: 59,50) Euro gesenkt. Es sei an der Zeit, Gewinne mitzunehmen, schrieb Analyst Craig Abbott in einer Studie vom Montag. Er begründete dies mit der starken Kursentwicklung und einer eher unwahrscheinlichen Ausweitung des Bewertungsspielraums. Stützen dürfte die Dividendenrendite von etwa fünf Prozent, die Bewertung sei allerdings hoch und die Berechenbarkeit des Geschäftsverlaufs recht gering.

Philips

London - Credit Suisse hat das Kursziel für Philips nach einer Veranstaltung der Consumer Lifestyle-Sparte von 24,00 auf 25,00 Euro erhöht und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Zuversicht, dass der Elektronikkonzern vor dem Ende eines 20-jährigen Restrukturierungsprogramms stehe, werde bekräftigt, schrieb Analyst Simon Smith in einer Studie vom Montag. Die Aktie von Philips dürfte sich überdurchschnittlich entwickeln, sobald nach Abschluss der Umstrukturierung die Erträge wieder anziehen und die Expansion voranschreite.

Porsche

MÜNchen - Merck Finck hat Porsche nach Zahlen für den Zeitraum August bis Oktober 2009 auf "Sell" belassen. Keine der vorgelegten Zahlen erfüllten seine Erwartungen, schrieb Analyst Robert Heberger in einer Studie vom Montag. Dazu zählten unter anderem der Absatzrückgang, der Vorsteuerverlust von 200 Mill. Euro und die nur wegen des Panamera leicht gestiegene Prognose für die Verkaufszahlen im Geschäftsjahr 2009/10.

Research IN Motion

Paris - Die Societe Generale (Socgen) hat das Kursziel für Research in Motion (RIM) nach Zahlen von 38,00 auf 51,00 Dollar erhöht, die Einstufung aber auf "Sell" belassen (Kurs: 70,33 Dollar). Der Blackberry-Hersteller habe im dritten Quartal ein exzellentes Ergebnis eingefahren, schrieb Analyst Andy Perkins in einer Studie vom Montag. Der Umsatz habe weit über den Erwartungen gelegen. Insofern habe er seine Schätzungen deutlich angehoben.

Thyssen-Krupp

Hamburg - M.M.Warburg hat Thyssen-Krupp auf "Buy" mit einem Kursziel von 30,00 Euro belassen. Bereits im Geschäftsjahr 2011/12 dürfte der Stahlkonzern mit einem Umsatz von 50,90 Mrd. Euro wieder das Niveau des Jahres 2006/07 erreichen, schrieb Analyst Björn Voss in einer Studie vom Montag. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte mit erwarteten 3,10 Mrd. Euro aber unter den 2006/07 erzielten 3,30 Mrd. Euro liegen. Das momentane Kursniveau reflektiere lediglich ein durchschnittliches Ebit von kaum 2,50 bis 2,70 Mrd. Euro im Verlauf des Zyklus. Angesichts der Restrukturierung, niedriger Produktionskosten in der Sparte Steel Americas und dem Verkauf des margenverwässernden Schiffsbaugeschäfts sei dies aber zu niedrig und erscheine unwahrscheinlich.

Vivendi

Paris - Societe Generale (Socgen) hat das Kursziel für Vivendi nach der Zuteilung einer Mobilfunklizenz an Iliad von 24,00 auf 23,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Kurzfristig dürfte die Nachricht wenig Einfluss auf den Medien- und Telekomkonzern haben, insbesondere weil der neue Mobilfunkbetreiber nicht vor 2012 auf den Markt vorstoßen dürfte, schrieb Analyst Christophe Cherblanc in einer Studie vom Montag. Erreiche der Konkurrent aber den angepeilten Marktanteil von zehn Prozent im Jahr 2020, dürfte sich dies wesentlich auf Vivendi auswirken.

Volkswagen

Frankfurt - Independent Research hat das Kursziel für die Volkswagen-Stammaktien nach der Aufstockung des Stimmrechtsanteils durch Katar von 90,00 auf 87,00 Euro gesenkt, die Einstufung jedoch auf "Halten" belassen. Der Verkaufsdruck auf die VW-Stämme werde wegen der Umschichtung in VW-Vorzüge in den nächsten Tagen anhalten, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Montag. Grund für die Kurszielsenkung seien aber die gesunkenen Bewertungsmultiplikatoren der Vergleichsunternehmen.

VW Vorzugsaktien

MÜNchen - Merck Finck hat die Vorzugaktien von Volkswagen (VW) vor der Aufnahme in den Dax am 23. Dezember auf "Sell" belassen. Die Aufnahme des Papiers in den deutschen Leitindex dürfte den Kurs kurzfristig antreiben, schrieb Analyst Robert Heberger in einer Studie vom Montag. Da 2010 aufgrund der Kapitalerhöhung und einer möglichen Platzierung von VW-Vorzugsaktien durch Katar bis zu 160 Mill. neue Aktien auf den Markt kommen könnten und zudem die operative Perspektive für 2010 eher schwach sei, bleibe er jedoch bei seiner "Sell"-Einstufung.

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