Analyse
HSBC rät derzeit vom Kauf von Sportartikelherstellern ab

HSBC hat angesichts weltweiter Wirtschaftsschwäche und Konsumflaute zur Zurückhaltung beim Kauf von Sportartikel-Aktien geraten. Die wirtschaftliche Situation habe sich in den zurückliegenden Monaten dramatisch verschlechtert, so die Analysten in einer Branchenstudie vom Dienstag.

dpa-afx LONDON. HSBC hat angesichts weltweiter Wirtschaftsschwäche und Konsumflaute zur Zurückhaltung beim Kauf von Sportartikel-Aktien geraten. Die wirtschaftliche Situation habe sich in den zurückliegenden Monaten dramatisch verschlechtert, so die Analysten in einer Branchenstudie vom Dienstag. Auch für die Hersteller von Turnschuhen und Fitnessbekleidung dürfte sich die Lage erst einmal verschlechtern bevor sie sich verbessere. Vorerst gebe es deshalb keinen Grund Aktien von Nike , adidas oder Puma zu kaufen, auch wenn sich dies im Verlauf des Jahre mit Blick auf die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika noch ändern könnte.

Die Gewinnschätzungen für die großen Drei kappte HSBC im Schnitt um bis zu zehn Prozent für die Jahre 2009 bis 2011. Das Kurziel für Nike-Aktien ("Neutral") senkten die Experten von 54 auf 50 Dollar, das von adidas ("Underweight") sogar von 42 auf 26 Euro. Für Puma-Titel wurde das Kursziel von 280 auf 160 Euro reduziert und zugleich die Einschätzung von "Overweight" auf "Neutral" zurückgenommen.

Belastungsfaktoren

HSBC machte mehre Faktoren aus, weshalb Anleger vorerst die Finger von Sportartikel-Aktien lassen sollen. Zum einen ließen derzeit hohe Lagerbestände und eine unsichere Konsumlage keine großen Spielräume für Preiserhöhungen. Zum anderen flache das Wachstum in den Schwellenländern wie China oder Russland - die zu den Hoffnungsträgern von Nike & Co gehören - ab. Hinzu komme die wachsende Konkurrenz lokaler und günstigerer Sportmarken.

Als einen weiteren Belastungsfaktor machen die HSBC-Analysten die hohen Marketingkosten aus. Trotz der momentanen Wirtschaftslage dürften die Kosten für Werbung und Promotion in den Konzernen kaum sinken, so die Experten. Auch die Währungsschwankungen sollten den Unternehmen mitspielen. So würden die meisten Produkte nach wie vor in China hergestellt und ein Anziehen des chinesischen Renmimbi wirke sich klar negativ auf die Industrie aus.

Entsprechend der Einstufung "Neutral" erwartet HSBC, dass sich der Aktienkurs innerhalb von zwei Jahren im Einklang mit dem Markt entwickeln wird. In einem Portfolio sollte die Aktie daher wie im Markt gewichtet sein. Mit der Einstufung "Underweight" wiederum erwartet HSBC, eine unterproportionale Entwicklung des Aktienkurses innerhalb von zwei Jahren. In einem Portfolio sollte die Aktie daher weniger stark gewichtet sein als im Markt.

Analysierendes Institut HSBC.

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