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Analyse LRP: Hannover Rück verfehlt wohl gesenktes 2005-Ziel - 'Outperformer'

Wegen der ungewöhnlich heftigen Hurrikansaison wird der Rückversicherer Hannover Rück seine bereits gekappte Gewinnprognose für das laufende Jahr aus Sicht der Landesbank Rheinland-Pfalz verfehlen.

dpa-afx FRANKFURT. Wegen der ungewöhnlich heftigen Hurrikansaison wird der Rückversicherer Hannover Rück seine bereits gekappte Gewinnprognose für das laufende Jahr aus Sicht der Landesbank Rheinland-Pfalz verfehlen. "Die nach 'Katrina' bereits reduzierte Unternehmensguidance für 2005 (Gewinn auf Vorjahresniveau) wird gemäß unserer Einschätzung nach den jüngsten Großschäden 'Rita' und 'Wilma' nicht länger aufrecht zu erhalten sein", schrieb LRP-Analyst Jochen Schmitt am Dienstag. Daher kürze er seine Gewinnerwartung 2005. Der faire Wert der Aktie betrage 34 Euro. Das Anlageurteil laute "Outperformer".

Für 2006 bleibe die LRP bei ihrer jüngst erhöhten Prognose für das Ergebnis je Aktie (EPS). Nach dem Hurrikan "Katrina" hatte der Analyst diese Vorhersage um sieben Prozent angehoben. "Für 2007 geben wir uns nun optimistischer, weil die massiven Schadensbelastungen in der Rückversicherungsbranche Kapazitäten verengen und damit zu einer Verhärtung des Zyklus führen dürften", schrieb Schmitt.

Die LRP erwartet für das laufende Jahr nun ein EPS von 1,99 (bisher 2,57) Euro. Nächstes Jahr dürfte die Hannover Rück einen Gewinn von 3,72 Euro je Aktie ausweisen. Für 2007 erhöhte Schmitt die Prognose auf 3,68 (3,49) Euro je Aktie. 2005 werde die Eigenkapitalrendite 9,4 Prozent betragen. Bei der Dividende erwartet die LRP nun lediglich einen Euro je Aktie (zuvor 1,10 €). Dies würde über der vom Rückversicherer angepeilten Ausschüttungsquote von etwa 30 bis 40 Prozent des Gewinns liegen. 2006 dürfte die Hannover Rück 1,25 Euro je Titel an ihre Aktionäre ausschütten und 2007 dann 1,35 Euro (bisherige Prognose 1,30 Euro).

Die Hannoveraner hätten "Katrina" verhältnismäßig glimpflich überstanden. "Durch die eingekauften Schutzdeckungen hielt die Hannover Rück die Katastrophe 'Katrina' (versicherter Gesamtschaden vermutlich etwa 50 Mrd. Dollar, damit teuerster Schadensfall in der Historie der Assekuranz) in einer vertretbaren Größenordnung", schrieb der Analyst. "Auch wenn die Kumulation von Naturkatastrophen für die Branche neue Herausforderungen für Prämien und Risikomodelle mit sich bringt, halten wir die Hannover Rück nach wie vor für gut positioniert." Die Bewertung bleibe günstig.

Gemäß der Einstufung "Outperformer" geht die LRP davon aus, dass sich die im MDax notierte Aktie der Hannover Rückversicherung AG in den kommenden Monaten um mindestens zehn Prozentpunkte besser entwickeln wird als der Index.

Analysierendes Institut LRP Research - Landesbank Rheinland-Pfalz.

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