Analyse
Merrill Lynch senkt NAV-Prognosen für den deutschen Immobiliensektor

Merrill Lynch hat in einer Branchenstudie vom Montag die Prognosen für die Nettovermögenswerte (NAV) des deutschen Immobiliensektors gesenkt.

dpa-afx LONDON. Merrill Lynch hat in einer Branchenstudie vom Montag die Prognosen für die Nettovermögenswerte (NAV) des deutschen Immobiliensektors gesenkt. Zwar befinde sich Deutschland immer noch in einem frühen Stadium des Mietzyklus für (Büro-)Gebäude, schrieb Analyst Bernd Stahli in einer aktuellen Studie. Dennoch beeinflussten die gegenwärtigen Turbulenzen an den Kreditmärkten auch den deutschen Immobilienmarkt, hieß es. Dies gilt laut dem Experten um so mehr, als dass die Unternehmen in den letzten Jahren verstärkt Schulden aufgenommen hätten, um Immobilientransaktionen zu finanzieren.

Vor diesem Hintergrund nahm der Merrill Lynch-Analyst die Einschätzung der Aktien von Deutsche Wohnen von "Neutral" auf "Sell" herunter. Das Immobilienunternehmen habe für das Gehag-Portfolio zu viel bezahlt, schrieb Analyst Bernd Stahli. Er verwies zudem auf den anhaltend geringe Ausstattung mit verfügbaren Barmitteln und die wahrscheinliche Dividendenkürzung. Mit Blick auf den geringen geringen Cash-Flow des Unternehmens bestätigte Stahli auch die Papiere von IVG Immobilien mit "Sell".

Die Einschätzung der Gagfah-Anteile beließ der Experte hingegen bei "Neutral". Angesicht eines wenig renditestarken deutschen Wohnungsmarktes erziele die Immobiliengesellschaft durchaus einen guten Gewinn je Aktie, schrieb Stahli. Es sei allerdings unklar, wie Gagfah Wachstum zu finanzieren gedenke, so der Experte.

Von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft wurden jeweils die Aktien von Patrizia Immobilien und Vivacon . Beide Papiere notierten nun wieder dicht am Buchwert, hieß es. Die Risiken dürften nun etwas ausgewogener sein, so der Analyst.

Gemäß der Einstufung "Sell" erwartet Merrill Lynch auf Sicht von zwölf Monaten eine negative Rendite für die Aktie. Gemäß der Einstufung "Neutral" geht Merrill Lynch davon aus, dass die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten einen Gesamtertrag aus Kursgewinn und Dividende von null bis zwanzig Prozent abwerfen wird.

Analysierendes Institut Merrill Lynch & Co.

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