Analyse
'Window dressing' bei Institutionellen

Zum Ende eines erfolgreichen Aktienjahres sind die institutionellen Marktteilnehmer laut einer sentix-Analyse nochmals auf Einkaufstour gegangen. "Trotz eines rückläufigen Sentiments erhöhten sie ihre Aktienquote im Dezember kräftig", berichtete Analyst Manfred Hübner in der jüngsten Studie.

dpa-afx FRANKFURT. Zum Ende eines erfolgreichen Aktienjahres sind die institutionellen Marktteilnehmer laut einer sentix-Analyse nochmals auf Einkaufstour gegangen. "Trotz eines rückläufigen Sentiments erhöhten sie ihre Aktienquote im Dezember kräftig", berichtete Analyst Manfred Hübner in der jüngsten Studie. Dagegen hatten die Privaten nach Einschätzung von sentix zum Jahresende tendenziell Gewinne mitgenommen und ihre Positionen leicht verringert.

Analyst Hübner sprach in der Analyse von "Window dressing" der institutionellen Anleger. Dabei werden Aktien mit einer seit Jahresanfang überdurchschnittlichen Wertentwicklung zugekauft, um mit diesen Favoriten des Jahres im Jahresschlussbericht des Fonds zu brillieren. Die größten Verlierer werden hingegen verkauft, um diese Positionen nicht im Jahresbericht ausweisen zu müssen.

"Das letzte, was ein institutioneller Anleger zum Ende eines äußerst erfolgreichen Aktienjahres seinen Anlegern zeigen will, sind starke Untergewichtungen oder gar Short-Positionen - daher überrascht es nicht, dass die Investitionsgrade zum Jahresende nochmals deutlich angehoben wurden", berichtete der Experte. Short-Positionen seien "komplett eingedeckt und der Anteil der Überinvestierungen nochmals erhöht worden".

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