Analysten erwarten Aktienboom
Koreas Börse zieht Geld an

Nach dem Bullenjahr 2005 sind die Aussichten für den koreanischen Aktienmarkt im kommenden Jahr gedämpfter. Zwar erwarten Analysten weitere Zuwächse, doch nicht annähernd in der Größenordnung wie in diesem Jahr.

TOKIO. Langfristig sehen die Experten die koreanische Börse aber auf dem Vormarsch. Strukturell habe sich in Korea in den vergangenen Jahren einiges verbessert, das werde sich positiv auf den Markt auswirken.

Die Messlatte für 2006 liegt hoch: Mit einem Anstieg um fast 50 Prozent seit Jahresbeginn war der koreanische Leitindex Kospi im laufenden Jahr einer der dynamischsten Indizes weltweit. Im Dezember verbuchte er ein Rekordhoch nach dem anderen – zuletzt bei 1 337 Punkten.

Einer der Hauptgründe für die Kursrally ist die Erholung der Binnenwirtschaft. Neben den steigenden Unternehmensgewinnen hat sich auch bei den Privathaushalten die Lage aufgeklärt. Die Arbeitslosenquote liegt so tief wie seit gut zwei Jahren nicht mehr und der private Konsum zieht wieder an. Für kommendes Jahr erwartet die koreanische Notenbank im Einklang mit vielen privaten Instituten ein reales Wirtschaftswachstum von fünf Prozent, nachdem dieses Ziel 2004 und 2005 verfehlt wurde.

„Die Erholung der Binnenwirtschaft bleibt ein positiver Faktor für 2006“, sagt Asienstratege Hirokazu Yuihama vom Daiwa Forschungsinstitut in Hongkong. Für den Exportbereich jedoch erwartet er im Zuge der weltweiten Konjunkturentwicklung und der steigenden Landeswährung Won ab der Jahresmitte eine Abschwächung. Vor allem für den Halbleiterbereich, in dem Samsung Electronics und Hynix große Spieler sind, seien die Wachstumsaussichten begrenzt. Yuihama bevorzugt daher inlandsorientierte Branchen wie Finanzen, Bau und Telekom. Den Kospi-Index sieht er Ende 2006 bei höchstens 1 500 Punkten.

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