Analysten erwarten kaum Belastungen durch Wegfall des Briefmonopols und Aktienverkäufe der KfW
US-Geschäft gibt Post-Aktie den Weg vor

Anleger, die der Deutschen Post seit ihrem Börsengang im Jahr 2000 treu geblieben sind, haben seither eine Berg- und Talfahrt mitmachen müssen.

DÜSSELDORF. Zwar hat sich die Aktie ziemlich identisch mit dem Deutschen Aktienindex entwickelt, mit einem aktuellen Kurs von rund 15,60 Euro liegt das Papier aber nach wie vor deutlich unter dem Ausgabekurs von 21 Euro.

Hoffnungsträger und größte Baustelle des Konzerns zugleich ist das Geschäft in den USA. Ende September kündigte die Post an, dort nicht wie geplant im nächsten Jahr, sondern erst 2006 Gewinne zu erzielen. An der Börse folgte daraufhin ein weiterer Rückschlag. Klaus Linde, Analyst bei SES Research, sieht aber keinen Grund zur Panik. Er hat sein Kursziel leicht von 25 auf 23,70 Euro nach unten korrigiert, empfiehlt die Aktie aber weiter zum Kauf: „Aktuell gibt es keinen Grund, am Erreichen der Profitabilität zu zweifeln.“

Dass die Gewinne in den USA noch länger auf sich warten lassen, liegt im Wesentlichen an Investitionen in den Expressdienstleister Airborne, den die Post-Tochter DHL im Sommer 2003 übernommen hatte und der deutlich rote Zahlen schreibt. Nach Ansicht von Analyst Markus Hesse von der Hypo-Vereinsbank gibt es zu diesen Ausgaben keine Alternativen: „Die Marke DHL ist in den USA noch nicht ausreichend positioniert“, sagt Hesse. Die Marktanteile unterstreichen dies: Während Fedex und UPS, die Konkurrenten im Express-Geschäft, rund 80 Prozent des Marktes unter sich aufteilen, liegt der Marktanteil des „gelben Riesen“ in den USA bei rund zehn Prozent.

Hesse stuft die Post-Aktie derzeit mit „neutral“ ein. Seiner Meinung nach lässt sich noch nicht ausreichend abschätzen, wann es der Post gelingt, Kostensynergien zwischen DHL und Airborne herzustellen. Außerdem sei unklar, wie sich der Markt und die Preise in Nordamerika in den kommenden Jahren entwickeln werden.

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