Analysten sind pessimistisch
T-Aktie bleibt auf Tauchstation

Nachdem am Donnerstag die Gewinnwarnung von Europas größtem Telekommunikationskonzern die Papiere belastet hatte, entzogen Analysten der T-Aktie reihenweise das Vertrauen: Zahlreiche Herunterstufungen drückten zum Wochenschluss auf den Kurs.

HB FRANKFURT. Die Telekom hatte am Vortag nach einem Gewinnrückgang im ersten Halbjahr überraschend ihre Prognosen für dieses und nächstes Jahr gesenkt. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke hatte eingeräumt, der Konzern habe die Wachstumschancen am deutschen Markt überschätzt. Das einst als Volksaktie angepriesene Papier des Ex-Staatskonzerns hatte zeitweise zehn Prozent verloren und war auf den niedrigsten Stand seit April 2003 gefallen.

Am Freitag setzte sich der Kursverlust fort: Am Nachmittag notierte das Papier rund fünf Prozent im Minus bei 10,66 Euro. Die Investmentbank JP Morgan senkte ihr Kursziel auf 10,50 von 12,50 Euro und stuft die Aktie weiter nur mit „Underweight“ ein.

Sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk sehen die Analysten das Risiko von weiteren Preissenkungen. Die Commerzbank stufte das Papier auf „Hold“ von „Buy“ zurück und senkte das Kursziel auf 12,60 Euro. Auch Citigroup, Goldman Sachs und die HVB glauben derzeit nicht an Kurssteigerungen. Sie senkten die Kursziele auf 11,50 Euro, 12,28 Euro und 11,30 Euro.

Für 2006 erwartet die Telekom jetzt nur noch bis zu 62,1 Milliarden Euro Umsatz statt bis zu 62,7 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet sie nun um eine Milliarde Euro niedriger bei 19,2 bis 19,7 Milliarden Euro. 2007 werde das Ebitda stagnieren statt wieder zulegen.

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