Anlagenbauer
Gea lockt Anleger mit hoher Rendite

Nach Jobabbau: Der zuletzt kriselnde Anlagenbaukonzern Gea stellte seinen Anlegern höhere Renditen in Aussicht. Der Aktienkurs reagierte prompt und das Papier setzte sich kurzerhand an die Spitze des MDax.
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DüsseldorfDer Konzernumbau mit dem Wegfall von 1000 Stellen soll sich für den Anlagenbauer Gea ab 2017 auszahlen. Konzernchef Jürg Oleas strebt dann deutlich höhere Renditen an, wie Gea am Montag mitteilte. Die Anteilseigner sollen jetzt schon stärker am Profit beteiligt werden, wie Gea am Montag mitteilte. Die Dividendenquote soll auf 40 bis 50 Prozent des Jahresüberschusses von derzeit einem Drittel angehoben werden. „Damit werden wir unsere Aktionäre ab sofort deutlich stärker als bisher direkt am Erfolg der Gea beteiligen“, sagte Oleas auf einer Investorenkonferenz in London. Die Anleger griffen nach der Ankündigung zu. Die Aktie setzte sich mit einem Plus von über sieben Prozent auf 34,08 Euro an die Spitze der Gewinner im MDax.

Oleas gab als Zielgrößen für die Jahre 2017 bis 2020 ein jährliches organisches Umsatzwachstum von durchschnittlich vier bis sechs Prozent an. Die operative Umsatzrendite soll dann 13 bis 16 Prozent erreichen. 2013 lag sie bei zehn Prozent. „Im Hinblick auf die jährlichen Einsparungen von mindestens 100 Millionen Euro, die wir ab 2017 aus dem anstehenden Konzernumbau erwarten, haben wir uns mittelfristig neue ambitionierte Wachstums- und Renditeziele gesetzt“, so Oleas.

Gea hatte im August einen Konzernumbau angekündigt und dabei betriebsbedingten Kündigungen und Standortschließungen nicht ausgeschlossen. Billig wird der Umbau nicht: Gea kalkuliert dafür bis Ende 2017 Kosten von rund 100 Millionen Euro ein. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf erhält rund drei Viertel seiner Aufträge von Kunden aus der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie wie Nestle, Mondelez oder Unilever. Das sorgt trotz der Konjunkturschwäche in etlichen Ländern für prall gefüllte Auftragsbücher.

Nach Umsatzzuwächsen im dritten Quartal bekräftigte Oleas seine Ziele für 2014. Der Anlagenbauer mit seinen 18.000 Beschäftigten - 5000 davon in Deutschland - peilt 2014 unverändert einen moderaten Umsatzanstieg an. Das Ebitda soll bei 550 bis 590 Millionen Euro liegen. 2013 verbuchte der Anlagenbauer einen Betriebsgewinn von 530 Millionen Euro sowie einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro.

Im dritten Quartal verbuchte der Konzern nach ersten Berechnungen bei einem Auftragseingang von 1,165 (Vorjahr: 1,50) Milliarden Euro ein Umsatzplus von fünf Prozent auf 1,147 Milliarden Euro. Der vollständige Quartalsbericht soll am 28. Oktober veröffentlicht werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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