Aufgabe von TV-Geschäft
Analysten uneins über Gründe für Springers Verkauf

Über die Gründe für den Verkauf des Pro-Sieben-Anteils von 12 Prozent durch Axel Springer gibt es am Markt keine klare Meinung. Lesen Sie hier einige Einschätzungen von Analysten.

HB DÜSSELDORF. Nach Einschätzung der LBBW plant Springer den Verkauf, um den Verlust bei der Pin Group auszugleichen. Analystin Iris Schäfer glaubt derweil nicht, dass der Grund in der Entwicklung von Pro Sieben Sat.1 liegt. Medienberichte, wonach den Privatsendern ein Einbruch der Werbeerlöse im ersten Quartal 2008 droht seien gegensätzlich zu den Aussagen des Vorstandsvorsitzenden anlässlich der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. Dort sei von einem guten Plus der Vorbuchungen für das erste Quartal die Rede gewesen.

Die Möglichkeit, dass Springer die Beteiligung verkaufe, um etwa einen Einstieg bei Premiere zu finanzieren, hält ein zweiter befragter Analyst für unwahrscheinlich. Zwar sei ein grundsätzliches Interesse von Springer an Premiere denkbar und dürfte auf deutlich geringere kartellrechtliche Bedenken stoßen als bei der geplanten Übernahme von Pro Sieben seinerzeit. Allerdings habe Springer unlängst ein Grundsatzurteil beim BGH eingefordert, inwieweit sich der Konzern überhaupt grundsätzlich an elektronischen Medien beteiligen dürfe. Mit einer Entscheidung ist nach Einschätzung des Analysten frühestens in sechs Monaten zu rechnen. Vorher sei eine Akquisition von Springer kaum denkbar, heißt es.

Die LBBW stuft Pro Sieben mit „Kaufen“ ein und nennt ein Kursziel von 23 Euro.

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