Bahn-Börsengang
Berliner SPD: Bahn soll Börsengang verschieben

Der Berliner SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Michael Müller hat die Bundesregierung aufgefordert, den für 27. Oktober geplanten Börsengang der Deutschen Bahn zu verschieben. „Die Bundesregierung wäre gut beraten, wenn sie mit kühlem Kopf abwartet, bis wieder Ruhe an den Kapitalmärkten eingekehrt ist“, sagte Müller.

HB BERLIN. „Der jetzt geplante Börsengang der Bahn muss verschoben werden“, forderte er angesichts der dramatischer Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die internationalen Märkte.

Eine solche Privatisierung im Bereich der Daseinsvorsorge sei „grundsätzlich problematisch“, kritisierte Müller. Der Berliner Landesverband hatte schon beim SPD-Bundesparteitag im Oktober 2007 in Hamburg gegen eine Privatisierung der Bahn gestimmt. „Wenn nun zusätzlich das Umfeld mit abstürzenden Aktienkursen derart schlecht ist und damit auch ein finanzieller Reinfall droht, muss die Bundesregierung die Konsequenzen ziehen“, forderte Müller. „Es geht hier schließlich um öffentliche Gelder.“

Die bundeseigene Deutsche Bahn will 24,9 Prozent ihrer künftigen Börsentochter DB Mobility Logistics an private Investoren verkaufen. Darin sind der Personen- und Güterverkehr sowie Dienstleistungen gebündelt. In Finanzkreisen werden wegen der Kapitalmarktkrise Abschläge auf den erhofften Milliardenerlös erwartet.

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