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Beiersdorf nach Zahlen an Mdax-Ende - UBS senkt auf 'Reduce'

dpa-afx FRANKFURT. Die Beiersdorf-Aktie ist am Mittwoch deutlich für seine enttäuschenden Geschäftszahlen abgestraft worden. Die Aktie fiel am Vormittag ans Ende des Mdax , weit abgeschlagen von den übrigen Werten. Der Nivea-Hersteller hält das Erreichen der Umsatzprognose für 2004 nach unerwartet schwach ausgefallenen Quartalszahlen nun für schwierig. Im zweiten Quartal verfehlte Beiersdorf die Erwartungen der Analysten. Der Markt reagierte umgehend und ließ das Papier um 10.00 Uhr um 7,06 % auf 85,68 € fallen, während der Mdax um 0,23 % auf 4 777,17 Punkte nachgab.

dpa-afx FRANKFURT. Die Beiersdorf-Aktie ist am Mittwoch deutlich für seine enttäuschenden Geschäftszahlen abgestraft worden. Die Aktie fiel am Vormittag ans Ende des Mdax , weit abgeschlagen von den übrigen Werten. Der Nivea-Hersteller hält das Erreichen der Umsatzprognose für 2004 nach unerwartet schwach ausgefallenen Quartalszahlen nun für schwierig. Im zweiten Quartal verfehlte Beiersdorf die Erwartungen der Analysten. Der Markt reagierte umgehend und ließ das Papier um 10.00 Uhr um 7,06 % auf 85,68 € fallen, während der Mdax um 0,23 % auf 4 777,17 Punkte nachgab.

"Die Daten lagen durchweg unter den Schätzungen", sagte ein Marktteilnehmer. Die Aussage des Unternehmens, es gebe Schwierigkeiten beim Erreichen des Umsatzziels, kröne den negativen Eindruck. "Daher ist es überraschend, dass Beiersdorf an seinem Ausblick festhält", sagte der Händler. Er zeigte sich nicht überrascht von dem Absacken des Papiers. "Der Aktie tut dieses Ergebnis nicht gut." In der Folge senkte UBS den Titel von "Neutral" auf "Reduce". Das Kursziel reduzierten die Analysten von 100 auf 85 €.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal auf vergleichbarer Basis von 1,162 Mrd. € auf 1,190 Mrd. €. Analysten hatten mit 1,20 Mrd. € gerechnet. Vor Steuern und Zinsen blieb der Gewinn (Ebit) in diesem Zeitraum konstant bei 120 Mill. €. Branchenexperten hatten hier 131 Mill. € erwartet. Der Überschuss sank im zweiten Quartal von 81 Mill. € vor einem Jahr auf 70 Mill. €. Am Markt waren 83 Mill. € erwartet worden. Der Vorsteuergewinn verringerte sich von 131 Mill. € vor einem Jahr auf 120 Mill. €.

Ein Händler verwies zudem auf Unternehmensaussagen, wonach die Konsumflaute im zweiten Halbjahr wahrscheinlich anhalten werde. "Das gefällt dem Markt nicht", sagte er.

HVB-Analyst Christian Weiz bestätigte die negative Einschätzung. Die schlechten Zahlen kämen gleichwohl nicht wirklich überraschend. Bisher sei Beiersdorf entgegen dem Branchentrend gut gelaufen. "Der Markt scheint die Probleme ignoriert zu haben", sagte Weiz. Er verwies auf die generelle Misere der Branche und die schwachen Quartalsergebnisse etwa von Henkel .

Beiersdorf habe bislang mit Produkten im oberen Mittelfeld punkten können. Das scheine nun nicht mehr zu ziehen, sagte Weiz. Enttäuschend sei auch die Klebstoffsparte ausgefallen. Diese Sparte habe nämlich im Gegensatz bei Henkel noch überzeugt.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) äußerte sich ebenfalls negativ. Beiersdorf habe sich der schwachen Konsumnachfrage nicht entziehen können, sagte Analystin Silke Stegemann. Auch sie sah den Jahresausblick kritisch. "Wir hatten gehofft, dass die Aussage noch näher konkretisiert würde." Stegemann hielt an der Einstufung "Underperformer" fest.

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